Fehlercodes für ec-cash Terminals

Bei Problemen mit einer Zahlung druckt das Kartenterminal einen Fehlercode auf dem Beleg mit aus.

Häufig können Sie so direkt auf die Ursache schließen/ einen Anruf bei der Hotline einsparen.

Die üblichen Fehlercodes bei ec-cash Terminals sind:

Code

Bedeutung

00 Funktion fehlerfrei durchgeführt
02 Abgelehnt, telefonische Autorisierung möglich
03 Abgelehnt, telefonische Autorisierung möglich
04 Verwendete Karte ist nicht zugelassen
05 Ablehnung vom Autorisierungssystem (z.B. Bankleitzahl gesperrt, CVV2 falsch etc.)
06 Filetransfer falsch, Wiederholung ab mitgeteilter Blocknummer möglich
09 Verzögerte Bearbeitung der Autorisierung
12 Transaktion ungültig, z.B. Währung nicht zulässig
13 Verfügbarer Betrag überschritten
14 Karte ungültig
21 Zugehörige Bezugstransaktion nicht gefunden; bei Storno; Kreditkarten auch bei Erweiterungsreservierung, Endsummenbuchung, Trinkgeld-Update
24 Filetransfer nicht unterstützt
29 Filetransfer nicht erfolgreich
30 Formatfehler
31 Kartenherausgeber nicht zugelassen
33 Verfalldatum der Karte überschritten
34 Manipulationsverdacht
40 Angeforderte Funktion nicht unterstützt
43 Karte gestohlen, bitte einziehen
50 Autorisierung doppelt
51 Limit überschritten, „Doch-Funktion“ möglich
54 Ec Chipkarte nicht mehr gültig
55 PIN falsch
56 Karte ungültig (kein Eintrag in AS-Datei)
57 bei Storno: andere Karte als bei der Bezugstransaktion benutzt; bei Storno; Kreditkarten auch bei Erweiterungsreservierung, Endsummenbuchung, Trinkgeld-Update
58 Ec2-, ecEMV-, (Ent)ladetransaktion bzw. OPT-Vor-Initialisierung: Transaktion für Terminal für Transaktion nicht zugelassen
59 Manipulationsverdacht bei ec-Chipkarte
61 Karte ist gesperrt in lokaler Sperrliste
62 Karte gesperrt
64 Transaktionsbetrag ist abweichend von der Bezugstransaktion; bei Storno; Kreditkarten auch bei Endsummenbuchung
65 Limit der Transaktionsfrequenz überschritten, „Doch-Funktion“ möglich
69 bei T&F-Karten: Kundenregistrierung erforderlich
70 bei T&F-Karten: Umwandlung nur im Callcenter möglich
71 bei T&F-Karten: Gültigkeit für Umwandlung abgelaufen
72 bei T&F-Karten: Filiale bzw. Zeit nicht plausibel, AS kontaktieren
73 bei T&F-Karten: Limit überschritten, AS kontaktieren
74 bei T&F-Karten: Kilometerstand falsch
75 Fehlbedienungszähler im AS ist abgelaufen
76 Schlüsselindex unzulässig bzw. Fehler in BMP 57
77 bei Kreditkarten bzw. T&F-Karten: PIN-Eingabe notwendig
78 bei OPT: Sequenzfehler in BMP 62
79 bei Kreditkarten: alle Anzahlungs- bzw. Ratenzahlungstransaktionen für diesen Händler durch Karteninhaber widerrufen.bei T&F-Karten: Warengruppe nicht erlaubt
80 Transaktionsbetrag nicht mehr verfügbar
81 Initialisierung fehlerhaft (Warnung); Wiederholung erforderlich
82 (Vor-)Initialisierung unzulässig (Terminal gesperrt)
83 PIN-Pad-Wechsel nicht möglich
84 Datex-P-Nr. falsch
85 Ablehnung vom Kreditkarteninstitut
86 Stammdaten unbekannt; bei Init1 OPT-fähiger Terminals zusätzlich: ZKA-Nummer Falsch
87 Terminal (PIN-Pad) unbekannt
88 bei Geldbeschaffungstransaktionen beim Laden gegen Bankkarte: PIN nicht aktiv bei Kreditkartentransaktionen: Die Antwort enthält die FCC-Rate-Info, eine Autorisierung ist nicht erfolgt
89 CRC falsch
91 Kartenherausgeber oder Netz nicht verfügbar
92 AS stellt falsches Routing fest
96 AS-Verarbeitung zur Zeit nicht möglich
97 MAC-Fehler
98 Datum/Uhrzeit nicht plausibel, Trace-Nr. nicht aufsteigend, Aufforderung zur erweiterten Diagnose
99 PAC-Verschlüsselung fehlerhaft
A0 Funktion fehlerfrei ausgeführt

Erweiterte Diagnose durchführen

A1 Funktion fehlerfrei ausgeführt

Konfigurationsdiagnose durchführen

A2 Funktion fehlerfrei ausgeführt

Kassenschnitt durchführen

A3 Funktion fehlerfrei ausgeführt

OPT-Vor-Initialisierung durchführen

A4 Funktion fehlerfrei ausgeführt, aber Ausweis prüfen, da Manipulationsverdacht Fehlbedienungszählerabgelaufen
A5 Funktion fehlerfrei ausgeführt EMV-Konfigurationsdiagnose durchführen
A6 Funktion fehlerfrei ausgeführt, anschließende Tax-free-Transaktion möglich
A7 Funktion fehlerfrei ausgeführt
A9 Reserviert für noch zu definierende Zusatzfunktion

V Pay und Maestro Karte

V Pay

V Pay ist ein Begriff, der noch relativ unbekannt ist, obwohl es dieses Verfahren seit 2006 gibt. Unter V Pay wird eine Debit-Karte mit PIN von VISA verstanden, die als Alternative zur Maestro Karte, die aus dem Hause MasterCard stammt, gehandelt wird.

Bei V Pay befinden sich auf einem integrierten Mikrochip alle erforderlichen Daten des Karteninhabers, die für das Bezahlverfahren notwendig sind. Im Gegensatz zum Magnetstreifen ist das Skimming der Daten beim Mikrochip nicht möglich. Unter Skimming wird das Auslesen der Daten verstanden, die sich auf dem Magnetstreifen von Debet- und Kreditkarten befinden.

V Pay Karten sind nur in Europa gültig. Dies bedeutet, das Einsatzgebiet der V Pay Karten ist auf den europäischen Raum beschränkt. Neben den europäischen Staaten kann die V Pay Karte auch in Andorra, Island, Israel, Gibraltar, Monaco, Norwegen, Liechtenstein, der Schweiz und San Marino sowie in Vatikanstadt und der Türkei eingesetzt werden.

In der Ukraine sowie auf allen anderen Kontinenten wie Australien, Amerika, Afrika und Asien sind die V Pay Karten nicht einsetzbar. Sind die V Pay Karten mit einem Magnetstreifen versehen, werden sie auch in den USA und Asien akzeptiert. Die Akzeptanz erkennt der Karteninhaber am V Pay Logo, das im Eingangs- oder Kassenbereich der Geschäfte angebracht ist.

Im Ausland kann der Karteninhaber mit der V Pay Karte zwar Geld am Geldautomaten abheben, jedoch nicht kostenlos. Das kostenlose Geld abheben im Ausland ist nur mit Visa und MasterCard möglich.

Maestro Karte

Wie auch die V Pay Karte von Visa ist die Maestro Karte von MasterCard eine Debit Karte, mit welcher der Karteninhaber seine Einkäufe bezahlen und am Geldautomaten Geld abheben kann. Die Maestro Karte ist weltweit einsetzbar, wo das Logo von Maestro im Eingangs- oder Kassenbereich vorhanden ist.

Die Maestro Karte verfügt über einen Magnetstreifen und einem Chip. Beim Bezahlen ist entweder die Eingabe des PIN notwendig; oft auch nur die Unterschrift des Kunden. Die Maestro Karte ist gebührenfrei, ist an mehr als 13 Millionen Akzeptanzstellen sowie an mehr als einer Million Geldautomaten einsetzbar. Der Nachteil der Maestro Karte ist, dass sie sich in Deutschland nicht für Käufe im Internet eignet.

Wer sich seine Maestro Karte genauer anschaut und dort zwei Logos, das der Maestro Karte und das der MasterCard vorhanden sind, der kann beide Kartenarten nutzen.

Angeboten wird die Maestro Karte hauptsächlich von der Norisbank. Andere Banken haben nur noch die V Pay Karte im Angebot.

Sicherheit bei Kartenzahlung

Viele Menschen haben Hemmungen ihren Einkauf oder die georderte Dienstleistung mit der Karte zu bezahlen. Diese Angst nur teilweise berechtigt. Meist wird die ec- oder Kreditkarte missbraucht, wenn sie entwendet wurde und der Karteninhaber seinen PIN wie auch die Karte in der Geldbörse aufbewahrt. Richtig ist jedoch, dass die Zahlung mit ec-Karte zu den sichersten Bezahlverfahren gehört.

Nach der Statistik aus dem Jahr 2007 gab es nur zehn Fälle von Manipulation an ec-Terminals. Im Gegensatz wurden 52.000 falsche Euroscheine sichergestellt. Betroffen von den Terminalmanipulationen waren Zahlverfahren mit PIN. Für Karteninhaber entstanden jedoch keine finanziellen Verluste, weil die Kreditwirtschaft den Schaden in voller Höhe trägt.

Infos für Händler

In der Regel arbeiten Shops, die Terminals im Angebot haben, mit seriösen Netzbetreibern zusammen. Diese sorgen dafür, dass für den Händler kein Schaden entsteht. Die Netzbetreiber sind meist nach PCI zertifiziert. Damit die Abwicklung der Bezahlvorgänge reibungslos abläuft, arbeiten Netzbetreiber mit einem gespiegelten Rechenzentrum. Dies bedeutet, es gibt zwei Rechenzentren, die etwa fünf Kilometer entfernt voneinander vorhanden sind. Beide Rechenzentren verfügen grundsätzlich über denselben Datenbestand.

Händler sollten sich beim Kauf auf Terminals beschränken, welche die neueste Technik und den aktuell höchsten Sicherheitsstandard haben. Darüberhinaus ist es Aufgabe des Händlers dafür zu sorgen, dass kein Unbefugter Zugriff auf das Terminal hat. Dies gilt hauptsächlich dann, wenn sich beim Händler Techniker melden, die Zugang zum Terminal fordern. In der Regel werden defekte Terminals durch neue Geräte ersetzt; dies bedeutet, es kommt kein Techniker ins Haus, sondern das Terminal kommt mit dem Paketversand.

Noch etwas: Fordern Sie keine PIN sondern nur die Unterschrift des Kunden, dann behalten Sie die Karte solange bei sich, bis Sie die Unterschrift prüfen können.

Infos für Karteninhaber

Wer im Internet mit der ec- oder Kreditkarte bezahlt sollte darauf achten, dass die Bezahlseite des Onlineshops eine SSL-Verschlüsselung enthält. Zu erkennen ist dies in der Adresszeile, in der anstatt „http“ nun „https“ stehen muss. Auch möglich ist, dass sich ein kleines Schloss in der Adresszeile oder im Fenster des Browsers befindet.

Ihre PIN heißt nicht umsonst „Geheimzahl“. Die PIN ist separat von der ec- oder Kreditkarte aufzubewahren. Bei Käufen im Internet brauchen Sie keine PIN! Wer mit VISA bezahlt wird über Verified by Visa aufgefordert den Geheimcode einzugeben; bei MasterCard ist es der „SecureCode“.

Bei Käufen in lokalen Geschäften achten Sie darauf, dass keine andere Person hinter Ihnen steht, wenn Sie den PIN eingeben. Fordern Sie jede andere Person auf wegzugehen und verdecken Sie bei der Eingabe der PIN die Tastatur des Terminals mit Ihrer Hand.

Terminals

Ec-Terminal

Ein ec-Terminal ist ein Gerät, das für die Abwicklung von Kartenzahlung benötigt wird. Ec ist die Abkürzung von electronic cash und hat nichts mit dem Begriff Ec-Karte oder Euroscheck-Karte zu tun. Mit dem ec-Terminal ist der Händler in der Lage das bargeldlose Bezahlverfahren durchzuführen. Standardmäßig sind die Terminals mit der Akzeptanz von ec-Karten (auch Debet- und Girokarte genannt) sowie Geldkarte und girogo sowie girocard ausgestattet. Für eine weitergehende Akzeptanz für Kreditkarten wie VISA, American Express, Maestro, MasterCard, Pay oder Diners Club International ist ein sogenannter Acquiring Zusatzvertrag notwendig. Das Terminal erhält seine Zulassung erst, wenn ein Sicherheitsexperte dieses begutachtet hat.

Terminals

Terminals gibt es in verschiedenen Ausführungen. Unterschieden wird zwischen stationären, mobilen und portablen Terminals. Jedes Terminals besitzt ein Display sowie eine Tastatur. Dies sind die Grundvoraussetzungen für die Akzeptanz von Kartenzahlungen.

Die stationären ec-Terminals sind kabelgebunden. Sie brauchen einen festen Standort, an welchem sie mit einem Kabel zum Telefonanschluss oder mit einem Netzwerk wie DSL oder ISDN über LAN verbunden sind. Diese Kabelverbindung zwischen Terminal und Netzwerkanschluss wird auch LAN genannt. Sie ermöglicht die Übertragung der Daten an den Netzbetreiber, der zwischen Terminal und Bank zwischengeschaltet ist.

Die Ausführung ist je nach Gerät unterschiedlich. Einige Terminals verfügen über Touchscreen und einer integrierten Kassenschnittstelle; andere besitzen weniger Extras. Jedes Terminal verfügt über einen Kontaktions-Leser (NFC) und ein Farbdisplay.

Im Gegensatz zum stationären ec-Terminal sind die mobilen Geräte nicht an einen bestimmten Standort gebunden. Sie eignen sich für Geschäfte ebenso wie für Lieferservices und Messen. Ausgestattet sind diese Terminals mit einer GSM- oder GPRS-Karte oder einem FATgsm. Diese Terminals benötigen eine Ladestation, auf der sie die integrierten Batterien aufladen können. Die Ausstattung entspricht den stationären Terminals mit dem Unterschied, dass die mobilen ec-cash Geräte flexibel einsetzbar sind. Sie können auch außerhalb des Umkreises der Basisstation genutzt werden. Interessant sind diese Geräte auch für Taxiunternehmen und für alle Unternehmen, die Waren an Kunden ausliefern und die Zahlung beim Kunden in Empfang nehmen müssen, wie beispielsweise Paketzusteller.

Eine weitere Ausführung sind die portablen Kartenterminals. Diese eignen sich beispielsweise für die Gastronomie. Sie brauchen ebenfalls keinen festen Standort, können jedoch nur im Umkreis der Basisstation über WLAN oder Bluetooth genutzt werden. Jedes dieser Terminals besitzt eine Batterie, die auf der mitgelieferten Ladestation immer wieder aufgeladen werden muss.

Netzbetreiber

Beim Bezahlverfahren mit ec- oder Kreditkarte wird immer wieder der Netzbetreiber erwähnt. Dieser bleibt für Verbraucher und Kassiererin im Dunkeln, wie ein Schatten. Wer ist der Netzbetreiber eigentlich und was hat er mit der Kartenzahlung zu tun?

Der Netzbetreiber – die graue Eminenz bei ec-cash

Im Grunde ist der Netzbetreiber ein Provider. Er ist derjenige, der zwischen dem Terminal beim Händler und der Bank „steht“. Neben dem Betreiben eines funktionsfähigen Netzes hat der Netzbetreiber noch mehr Aufgaben zu bewältigen.

In erster Linie ist er zuständig für die volle technische Funktionsfähigkeit des Netzes. Dies bedeutet, er sorgt dafür, dass das Netz störungsfrei läuft; eventuelle Störungen werden von ihm umgehend behoben. Weiter ist der Netzbetreiber für Weiterleitung der Anfragen bezüglich der ec-cash-Autorisierung verantwortlich.

Der Netzbetreiber wird also zwischen dem Terminal und der Bank sozusagen zwischengeschaltet. Er fragt bei der Bank an und gibt die Rückmeldung an das Terminal und damit an den Händler weiter.

Die Verantwortung trägt der Netzbetreiber auch für die Überwachung von Sperrlisten, welche eine Bank oder Kreditkartenanbieter für ELV hinterlegt hat. Weiter muss der Netzbetreiber nach dem Kassenschnitt des Händlers oder dem Kassenabschluss des Terminals den Zahlungsverkehr einleiten und abwickeln. Dies bedeutet, er reicht die ELV- und ec-cash-Dateien an das Rechenzentrum der Bank weiter, welche das Konto des Händlers führt. Sobald die Dateien bei der Bank eingegangen sind, werden die Lastschriften ausgeführt und der Händler erhält auf seinem Konto die entsprechende Gutschrift.

Der Netzbetreiber hat auch die Aufgabe den Kreditkartengesellschaften die durchgeführten Transaktionen zu melden. Die Gesellschaften wickeln diese ab und geben dem Händler zum vereinbarten Abrechnungszeitpunkt die entsprechende Gutschrift.

Bei Transaktionen mit der Geldkarte muss der Netzbetreiber die Transaktionen der Evidenz-Zentrale melden, damit der Händler sein Geld per Überweisung bekommt. Auch für das Einziehen der Autorisierungsentgelte ist der Netzbetreiber verantwortlich. Er leitet die Entgelte an die Banken weiter, welche die Karten ausgegeben haben.

Durch den Netzbetreiber, der zwischen Terminal und Bank / Kreditkartenunternehmen zwischengeschaltet ist, wurde vom Kartellamt das Monopol der Banken für die alleinige Abwicklung von ec-cash verhindert.

Zulassung

Damit der Netzbetreiber am ec-cash-Verfahren teilnehmen darf, braucht er eine Zulassung vom ZKA. Im „Vertrag für die Zulassung von Netzwerkbetreibern“ sind die vom ZKA geforderten Anforderungen detailliert aufgeführt. Eine genaue Information darüber befindet sich als Anlage 5 zum ec-cash Abkommen. Diese Anlage ist bei jedem Vertrag dabei. Welche Netzbetreiber über eine entsprechende Zulassung verfügen, ist auf der Website von electronic cash aufgeführt.

Ec Cash

Mit ec-Karte (heute: Debet- oder Girocard) oder Kreditkarte bezahlen viele Menschen ihre Einkäufe und georderte Dienstleistungen. Doch nur die wenigsten Verbraucher wissen, dass sie damit am ec-cash-Verfahren teilnehmen. Was ist ec-cash eigentlich?

Das Verfahren

Mit dem ec-cash-Verfahren werden die meisten Bezahlaktionen in Geschäften abgewickelt. Am ec-cash-Verfahren nehmen die Verbraucher teil, die eine PIN eingeben und damit die Zahlung bestätigen. Der Händler erhält in kurzer Zeit sein Geld; die Abbuchung des zu belastenden Kontos, das ist das Konto des Karteninhabers, erfolgt ebenfalls zeitnah. Für den Händler ist das ec-cash-Verfahren das sicherste Verfahren, denn er erhält in jedem Fall sein Geld.

Im Gegensatz dazu das elektronische Lastschriftverfahren. Bei diesem ist die PIN nicht notwendig; der Kunde akzeptiert den Einzug des Rechnungsbetrags durch seine Unterschrift.

Wer bietet ec-cash an?

Es sind Finanzdienstleister, die das ec-cash-Verfahren anbieten. Sie sorgen auch für den reibungslosen Ablauf der Kartenzahlung zwischen dem Händler und dem Karteninhaber. In der Regel wird die dafür notwendige Hard- und Software direkt vom Anbieter zur Verfügung gestellt oder aber sie ist bereits im Terminal integriert. Kostenlos ist das ec-cash-Verfahren nicht; für jede Transaktion, also jede Kartenzahlung werden Gebühren fällig. Diese Gebühren werden in der Regel monatlich abgerechnet, ebenso wie die Mietpauschale für das Terminal.

Warum kosten Transaktionen Geld?

Das liegt am technischen Aufwand, den die Anbieter des ec-cash-Verfahrens haben. Der Karteninhaber gibt zum Bezahlen seine Karte der Kassiererin, diese schiebt die Karte in das Terminal. Jetzt werden die Daten, die sich auf dem Magnetstreifen oder dem Chip befinden, ausgelesen. Der Netzbetreiber kommuniziert mit dem Server der Bank des Karteninhabers in verschlüsselter Form. In dieser Phase prüft die Bank, ob das Konto für den Rechnungsbetrag ausreichend Deckung hat. Auch wird die eingegebene PIN mit den Daten der Bank abgeglichen. Diese Aktion erfolgt sehr schnell; ist ausreichend Deckung auf dem Konto des Karteninhabers vorhanden, erfolgt die Zahlung. So steht es auch auf dem Display. Ist keine Deckung vorhanden, lehnt die Bank die Zahlung ab.

Damit dieser Ablauf reibungslos funktioniert, ist für den ec-cash-Anbieter ein hoher technischer Aufwand notwendig. Für die Sicherheit des Händlers, dass er sein Geld bekommt, lohnt sich dieser Aufwand und auch die Kosten der Transaktionen.

Wie hoch sind die Kosten?

Das kommt auf den Anbieter an. Die Regel ist jedoch, je mehr Transaktionen durchgeführt werden, desto günstiger die Gebühren.

Alternativen

Die gibt es! Beim mobilen Payment fallen zum Beispiel keine Transaktionskosten an. Doch nicht jeder Verbraucher nimmt am mobilen Payment teil.

Antworten zum bargeldlosen Zahlungsverkehr

Die Bezahlung der Einkäufe mit girocard und Kreditkarte wird immer beliebter. Für Händler ist das eine sichere Art, denn sie müssen keinen großen Bargeldsummen zur Bank bringen.

Was Händler wissen sollten

Bevor sich Unternehmer einen Terminal anschaffen, müssen sie sich Gedanken darüber machen, welche Karten sie akzeptieren wollen. Standardmäßig ist ein Terminal auf die Zahlung von girocard, Geldkarte und Debitkarte (früher: ec-Karte) ausgerichtet. Ist sich der Händler sicher, dass er ausschließlich Kunden hat, die nicht mit reinen Kreditkarten wie VISA, American Express oder MaestroCard bezahlen, dann reicht ihm ein Terminal mit dem electronic cash System aus. Hat der Händler auch ausländische Kunden und / oder verkauft teure Produkte, sollte er auch reine Kreditkarten akzeptieren. In der Regel braucht er dazu einen Zusatzversatz, den sogenannten Acquiring Zusatzvertrag.

Welche Ausstattung ist dafür notwendig?

In erster Linie braucht er einen Internetanschluss und ein Terminal. Es ist nicht relevant, ob das Terminal über LAN oder WLAN ins Internet kommt, sondern dass es überhaupt über das Internet mit dem Netzbetreiber kommunizieren kann. In der Regel wird kein separater Drucker gebraucht; dieser ist im Terminal integriert. Die nächste Frage ist, ob er für das Terminal einen festen Platz hat oder ob es mobil sein soll. Es gibt stationäre Terminals, die einen Standort brauchen; daneben stehen mobile und portable Terminals – für jeden Bedarf ist das richtige Terminal vorhanden.

Welche Kosten entstehen?

Für das Terminal entstehen die monatlichen Pauschalgebühren sowie die Kosten für die Transaktionen. Wichtig ist, dass die technische Hotline, die auch den Austausch defekter Terminals übernimmt, dem Händler kostenlos zur Verfügung steht.

Was muss der Händler noch tun?

Als nächstes steht ein Gespräch mit der Hausbank an. Mit dieser schließt der Händler eine Vereinbarung bezüglich des Einzugs von Lastschriften sowie über die Teilnahme am ec-cash-System ab.

Wann bekommt der Händler sein Geld?

Das hängt vom Zahlungsverfahren ab. In jedem Fall macht der Händler täglich nach Geschäftsschluss den Kassenschnitt am Terminal. Dieser Vorgang veranlasst den Netzbetreiber eine Zusammenfassung der Buchungen, die zwischen dem vorherigen und aktuellen Kassenschnitt erfolgte zu machen. Diese Zusammenfassung reicht der Netzbetreiber bei der Bank oder dem Kreditkartenanbieter ein.

Bei Zahlungen über ec-cash oder ELV werden die Beträge per Lastschrift von der Hausbank des Händlers eingezogen. Es erfolgt eine Gutschrift auf seinem Konto. Bei Geldkarten werden die Umsätze gebündelt und per Überweisung an den Händler ausbezahlt.

Anbieter von Kreditkarten leisten die Zahlung nach Vereinbarung. Die Zahlung kann täglich, wöchentlich oder monatlich vereinbart werden.

Mobile Payment

Das bargeldlose bezahlen der Einkäufe in lokalen Geschäften wird immer komfortabler. Noch einfacher gestaltet wird der Bezahlvorgang mit Chip und Smartphone. Dieser neue Zahlungsweg wird kontaktloses Bezahlen genannt.

Bezahlen mit Chip

Sie brauchen dafür ein Handy und ein Girokonto. Sofern diese Zahlungsmöglichkeit nicht in der SIM-Karte des mobilen Endgerätes integriert ist, brauchen Sie einen Aufkleber, den sie auf dem Gerät anbringen. Bei Rechnungsbeträgen bis 25 Euro ist in der Regel weder PIN noch Unterschrift notwendig.

Für diesen Service fallen für Verbraucher keine Kosten an. Allerdings ist das kontaktlose Bezahlen nicht in allen Geschäften und bei Dienstleistern möglich. Wo Sie Ihre Rechnung mit diesem Verfahren bezahlen können, zeigt der Akzeptanzaufkleber, den die Geschäfte angebracht haben.

Girocard von girogo

Girogo bietet das kontaktlose Bezahlen mit der girocard an. Allerdings ist der Chip nur dann einsetzbar, wenn die Karte zuvor mit einem Guthaben von maximal 200 Euro bestückt wurde. Zwar brauchen auch hier Karteninhaber beim Bezahlvorgang weder PIN noch Unterschrift; allerdings darf die Rechnung nicht höher als 20 Euro sein, um das kontaktlose Bezahlen zu nutzen.

Smartphone-App

Der größte der Menschen besitzt heute mindestens ein Smartphone und für fast alles gibt es eine App. Kein Wunder, dass Verbraucher auch mit der Smartphone-App ihren Einkauf oder die georderte Dienstleistung bezahlen können.

Um dieses Bezahlverfahren nutzen zu können, müssen Sie die App des lokalen Ladengeschäfts oder des Dienstleistungsunternehmens auf das Smartphone laden. Danach ist die Autorisierung der Art des Bezahlens notwendig.

Wie auch beim Bezahlen mit girocard bucht der Händler den Rechnungsbetrag von Ihrem Girokonto ab. Damit er dies auch kann, ist es notwendig, dass Sie Ihre Bankverbindung hinterlegen. Sie genehmigen die Bezahlung der Rechnung an der Kasse mit der Eingabe Ihrer Geheimzahl. Auf Ihrem Smartphone wird ein Barcode eingescannt, den Sie auf dem Display Ihres mobilen Endgerätes sehen können. Eine andere Möglichkeit ist, dass eine vierstellige Zahlenfolge erscheint, die sie an der Kasse eingeben müssen.

Auch hier sind nicht alle Geschäfte und Dienstleister an dieser Bezahlweise beteiligt. Wo Sie mit der Smartphone-App bezahlen können, sehen Sie am Akzeptanzaufkleber.

Wie funktioniert das mobile Payment?

Beim Bezahlchip werden die Daten vom Chip durch eine Funkverbindung auf das Terminal übertragen. Sie brauchen Ihr Handy oder die girocard nur wenige Zentimeter vom Gerät entfernt halten und das Near Field Communication (NFC) wird aktiv.

Wie der Bezahlvorgang mit der Smartphone-App funktioniert, haben wir im Abschnitt „Smartphone-App“ erklärt.

Kreditkarte

Kreditkarten   

Während die Girocard fest mit dem Girokonto des Karteninhabers verbunden ist, wird die Kreditkarte von einem anderen Anbieter abgerechnet. Es gibt verschiedene Formen von Kreditkarten und jede hat eine und dieselbe Funktion: sie dienen als Zahlungsmittel. Viele Anbieter von Kreditkarten verlangen eine Jahresgebühr, andere fordern dies nicht.

Chargekarte

Die Chargekarte wird zwar unter dem Begriff „Kreditkarte“ geführt, ist aber eine Karte, die mit dem Girokonto des Karteninhabers fest verbunden ist. Das Kartenlimit wird durch die Bank bestimmt; die Abrechnung der getätigten Transaktionen erfolgt monatlich mit einer Rechnung. Dem Girokonto des Karteninhabers wird der Rechnungsbetrag komplett belastet. Es wird keine Ratenzahlung gewährt.

Kreditkarte

Die reinen Kreditkarten haben im Gegensatz zur Chargekarte einen anderen Anbieter als das Girokonto bei der Bank. Am bekanntesten sind bei den Kreditkarten VISA, American Express, MasterCard, Diners Club.

Der Anbieter der Kreditkarte räumt dem Karteninhaber einen festen Kreditrahmen ein. Als Basis nimmt er die Bonität des Karteninhabers. Im Rahmen dieses Kreditrahmens kann der Karteninhaber mit seiner Karte Bezahlvorgänge vornehmen. In der Regel rechnet der Anbieter einmal monatlich mit dem Karteninhaber ab. Den Rechnungsbetrag kann der Karteninhaber auch in Raten bezahlen. Die Zinsen für diesen Service sind allerdings sehr hoch.

Mit der Kreditkarte kann der Karteninhaber im In- und Ausland und im Internet bezahlen sowie an Geldautomaten Bargeld abheben. Die Bargeld-Abhebung muss allerdings in vielen Fällen erst vom Anbieter genehmigt werden. Auch fordern einige Anbieter, dass der Karteninhaber den Anbieter über bevorstehende Auslandsreisen informiert.

Debitkarte

Die Debitkarte ist der Girocard sehr ähnlich. Auch werden die getätigten Zahlungen vom Girokonto des Karteninhabers direkt abgebucht. Die Debitkarte kann im In- und Ausland sowie im Internet genutzt werden. Allerdings gibt es bei der Debitkarte keinen Darlehenseffekt wie beispielsweise bei der Charge- oder reinen Kreditkarte. Der Anbieter kann jedoch ein Kartenlimit einräumen.

Prepaid-Karte

Die Prepaid-Karte ist eine Kreditkarte, bei der erst ein Guthaben vorhanden sein muss, damit sie eingesetzt werden kann. Im Rahmen des Guthabens kann der Karteninhaber mit der Karte Zahlungen vornehmen. Das Guthaben kann entweder vom Girokonto auf das Kartenkonto überwiesen werden oder aber vom Karteninhaber bar eingezahlt werden. Für die Prepaid-Karte ist die Bezeichnung „Kreditkarte“ irreführend, denn ein Kredit wird bei dieser Karte nicht gewährt.

Die Prepaid-Karte eignet sich für Menschen, die über ihre Kartenzahlungen völlige Kontrolle wollen. Auch für die Personen, die eine negative Schufa haben, für Jugendliche und für alle, welche ihre Einkäufe in der Regel bar bezahlen und die Kreditkarte nur für Aktionen über das Internet nutzen.

 

Debitcard

Debit-, Giro- oder ec-Card

Die in Deutschland meist verwendete Karte ist die Debitcard oder ec-Card. Banken geben in der Regel mit Eröffnung eines Girokontos die Debitcard automatisch aus. Mit der Debitcard können Sie Einkäufe im Internet und in lokalen Ladengeschäften bezahlen. Ein Teil der lokalen Geschäfte akzeptiert ausschließlich das Bezahlen mit der Debitcard.

Bezahlen mit PIN

Der Bezahlvorgang ist unterschiedlich. Während viele Geschäfte die Zahlung mit Debitcard in Verbindung mit PIN fordern, lassen andere ihre Kunden lediglich unterschreiben. Für den Geschäftsinhaber ist der Bezahlvorgang mit Debitcard und PIN eine sichere Sache. Er nutzt das Electronic-Cash-Verfahren – kurz: EC –, bei dem sein Kunde die Zahlung durch die Eingabe PINs legitimiert.

Was ist der PIN

Unter PIN wird die persönliche Geheimzahl des Karteninhabers verstanden. Den PIN kann sich der Bankkunde in der Regel nicht selbst aussuchen – das ist nur vereinzelt möglich. Der Bankkunde erhält seine Debitcard auf dem Postweg und einige Tage seine Geheimzahl / den PIN ebenfalls auf diesem Wege.

Bezahlen mit Debitcard und Unterschrift

Einigen Geschäften reicht es aus, wenn der Kunde seine Zahlung mit Debitcard durch seine Unterschrift bestätigt. Die Eingabe der Geheimzahl wird nicht gefordert. Der Geschäftsinhaber macht mit dieser Zahlweise vom Elektronischen Lastschriftverfahren – kurz: ELV– Gebrauch. Mit seiner Unterschrift gestattet der Karteninhaber dem Geschäftsinhaber die Abbuchung des Rechnungsbetrags.

Nachteil: Weist das Konto zum Zeitpunkt der Abbuchung keine Deckung auf, kann die kontenführende Bank das Einlösen der Lastschrift verweigern. Die Lastschrift geht dann mangels Deckung an den Gläubiger zurück, der sich wiederum bemühen muss, den Namen und die Anschrift des Karteninhabers zu ermitteln.

Bezahlen mit Geldkarte

Die Geldkarte funktioniert wie eine Prepaid-Karte: Sie ist nur mit einem auf der Karte vorhandenen Guthaben zu verwenden. Beim Bezahlvorgang wird der Rechnungsbetrag direkt vom Kartenchip abgebucht.

Wer bekommt die Girocard?

In der Regel geben die Banken die Girocard aus, sobald ein Girokonto eröffnet wird, sofern der Kunde solvent ist.

Wem wird die Girocard verweigert?

Bankkunden mit negativer Schufa, Kontenpfändung wird von den Banken die Girocard verweigert. Sie erhalten eine sogenannte Bankkarte mit der sie an den Bankautomaten bei der ausgebenden Bank Geld abheben und ihre Kontoauszüge abrufen können. Bezahlen in Geschäften können sie mit der Bankkarte nicht.

Kurzer Überblick

Mit der Girocard kann man entweder mit PIN oder mit seiner Unterschrift bezahlen. Eingesetzt werden kann die Girocard bei Bezahlverfahren im Internet, in lokalen Geschäften für Einkäufe oder Dienstleistungen. Die Girocard ist bundesweit einsetzbar sowie in vielen europäischen Ländern.

Für die Girocard können Kosten anfallen. Ob und in welcher Höhe hängt von der kontenführenden Bank ab.