Bargeldlose Zahlungsweisen

 

Bargeldlose Zahlungsweisen

Unter bargeldlosem Zahlen werden Zahlungen verstanden, die ohne Geldscheine und Münzen getätigt werden. Es gibt viele verschiedene Arten des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, die sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich üblich sind.

Scheck

Scheckzahlungen sind im privaten Bereich eigentlich nicht mehr üblich. In der Vergangenheit konnten Privatpersonen mit Scheck in Verbindung mit der EC-Karte ihre Einkäufe bezahlen. Heute gibt es kein lokales Geschäft mehr, das Schecks annimmt.

Schecks sind jedoch im Business-Bereich immer noch ein aktuelles Zahlungsmittel.

Überweisung

Überweisungen kennt jeder, der über ein Bankkonto verfügt. Wer Überweisungen noch in Papierform tätigt, braucht dazu ein entsprechendes Formular von seiner kontenführenden Bank. Dieses füllt er aus und gibt es an seine Hausbank weiter. Für Überweisungen in Papierform verlangen die meisten Banken Gebühren.

Kostenlos hingegen sind Überweisungen, die über das Online-Banking getätigt werden. Der Konteninhaber loggt sich auf der Webseite der Bank und seinem Konto ein, klickt Überweisung Inland oder Ausland an, gibt Zahlungsempfänger, Bankverbindung, Betrag ein und bestätigt die Überweisung mit einer TAN.

Lastschriftverfahren

Diese Zahlungsweise ist ein gängiges Verfahren, das jeder kennt. Miete, Energie, Versicherungen, Telekommunikation werden monatlich vom Girokonto des Zahlungspflichtigen abgebucht. Damit das Lastschriftverfahren eingesetzt werden kann, gibt der Zahlungspflichtige an die Zahlungsempfänger eine Einzugsermächtigung. Diese unterschreibt er einmal, die Gültigkeit ist unbegrenzt. Der Zahlungspflichtige kann jederzeit die Einzugsermächtigung widerrufen und Abbuchungen binnen sechs Wochen über seine Bank zurückfordern.

Girocard

Beim Bezahlen mit der Girocard wird der Zahlbetrag vom Konto des Zahlungspflichtigen abgebucht. Die meisten Geschäfte verlangen den persönlichen PIN des Kunden; eine Zahlweise, die dem Händler die Zahlung garantiert. Dieses Verfahren wird EC oder Electronic Cash genannt.

Die zweite Art der Verwendung der Girocard ist die Zahlung mit Karte und Unterschrift. In diesem Fall sind wir wieder beim Lastschriftverfahren angekommen. Warum? Weil der Kunde mit seiner Unterschrift lediglich den Händler ermächtigt den Zahlbetrag von seinem Konto abzubuchen. Bei diesem Online-Lastschriftverfahren, wie es offiziell heißt, werden lediglich die Bankdaten und die Daten des Kunden abgefragt; eine Bonitätsprüfung erfolgt nicht. Dies bedeutet, ist das Konto nicht gedeckt, muss die Bank die Lastschrift nicht ausführen. Dieses Verfahren wird ELV genannt.

Um sich abzusichern, schalten Händler sogenannte Händlerbanken dazwischen, welche die Zahlung zusichern. Dies wird GLV genannt.

Kreditkarten

Bei Kreditkarten ist für die Akzeptanz die Eingabe des persönlichen PIN des Karteninhabers oder die Unterschrift notwendig. Die Abrechnung erfolgt über die kartenausgebende Gesellschaft, die wiederum direkt mit dem Kunden abrechnet. Die Abrechnung mit dem Kunden erfolgt in der Regel im monatlichen Rhythmus; der Sollsaldo wird vom Girokonto des Karteninhabers abgebucht.


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