Datenschutz

 

Datenschutz bei Kartenzahlung

Daten der Verbraucher, die mit Girocard oder Kreditkarte ihren Einkauf bezahlen, werden gespeichert. Obwohl viele Menschen bargeldlos bezahlen, wissen nur wenige, dass ihre personenbezogenen Daten gespeichert werden. Einige Einzelhändler fordern von ihren Kunden die Vorlage eines amtlichen Ausweisdokuments wie Personalausweis, Reisepass, wenn die Girocard zum Einsatz kommt.

Wie sicher ist bargeldloses Zahlen mit Girocard?

Die Girocard ist mit der modernsten Chip-Technologie ausgestattet. Diese Technologie hat einen sehr hohen Sicherheitsstandard, wie wir ihn von der Deutschen Kreditwirtschaft kennen.

Den maximalen Schutz bietet das Verfahren, das die Eingabe des PIN fordert. Wichtig dabei ist, dass Karteninhaber PIN und Karte getrennt aufbewahren; im Idealfall kennen Karteninhaber ihren PIN auswendig und haben ihn im Kopf gespeichert.

Kann die Girocard missbraucht werden?

Von manipulierten Geldautomaten war in der Vergangenheit viel in der Presse zu lesen. Kopiert wurden dabei die Magnetstreifen von Girocard und Kreditkarte. Allerdings greifen in Europa Geldautomaten nur noch auf die Merkmale der Karte zu, die kopiersicher sind, wie der Chip. In Europa ist daher das sogenannte „Skimming“, dies bedeutet das Kopieren des Magnetstreifens, nicht mehr möglich. Auch kann keine „Karte“ aufgrund eines PINs erstellt werden, da die Geldautomaten nur auf den Chip zugreifen.

Anders verhält es sich in nicht europäischen Staaten. Hier wird die bargeldlose Zahlung, Auszahlung am Geldautomaten immer noch über den Magnetstreifen getätigt. Damit die Bankkunden keine Probleme haben, sperren einige Banken den Magnetstreifen der Karte für Geldgeschäfte im Ausland. Wer mit seiner Girocard ins Ausland fährt, sollte bei seiner Hausbank nachfragen, ob die Sperrung des Magnetstreifens auf seine Girocard zutrifft.

Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?

Wenn Kunden mit ihrer Girocard Einkäufe bezahlen, muss die Karte identifiziert werden. Die PAN, das ist die Kartennummer, enthält natürlicherweise die Kontonummer. Auf personenbezogene Daten lässt die Karte und PIN keine Rückschlüsse zu. Im Kopierschutz der Girocard ist ein Echtheitszertifikat hinterlegt, das einen Kopierschutz darstellt.

Genutzt wird bei der Girocard bei kontaktlosen und kontaktbehafteten Zahlweisen immer ein internationaler Standard EMV. Der NFC-Standard ist international anerkannt und kommt zum Einsatz bei kontaktloser Zahlung. Dieser Standard stellt sicher, dass Daten nur dann übermittelt werden können, wenn der Abstand zwischen Karte und Terminal nur wenige Zentimeter beträgt. Wer mit seiner Girocard nur am Terminal vorbeigeht, löst keine Zahlung aus.

Bei Bezahlung des Einkaufs mit der Girocard wird das Prinzip der Datensparsamkeit angewandt. Es werden nur die Daten, die für diesen Vorgang notwendig sind, übertragen. Dies bedeutet, übertragen werden die PAN der Girocard, der zu zahlende Betrag; jedoch keine persönlichen Daten.

 

 

 

 

Gesetzgebung Kartenzahlung

 

Neue Gesetzgebung

Die deutsche Bundesregierung will die bargeldlose Zahlungsweise attraktiver machen. Mit Beschluss vom 07.07.2017 die Abschaffung von Gebühren für verschiedene bargeldlose Zahlungsweisen beschlossen. Zu den Zahlungsweisen, die ab 31.01.2018 gebührenfrei sein werden, gehören Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen.

Die Bundesregierung setzt damit die Europäische Richtline „Zweite Zahlungsdienstrichtlinie“ um. Mit dem Gesetz soll der Wettbewerb der Zahlungsdienstleistungen verbessert werden. Auch die Verbraucher bekommen Vorteile durch das Gesetz.

Verbraucherschutz

Die Rechte der Verbraucher verbessern sich, wenn ihnen durch Betrug, Fahrlässigkeit oder Fehlüberweisungen finanzielle Nachteile entstehen. So haftet der Verbraucher für nicht autorisierte Zahlungen mit einem Betrag von 50 Euro; derzeit haftet er mit 150 Euro. Bei Fehlüberweisungen werden die Banken in die Pflicht genommen. Solche Überweisungen können einfacher zurückgeholt und wieder auf das Konto des Bankkunden gutgeschrieben werden.

Aufsicht für Finanzdienstleistungen

Von der Bundesanstalt für Finanzaufsicht haben nur die wenigsten Menschen etwas gehört. Doch diese Behörde gibt es und sie bekommt mehr Arbeit. Nach Inkrafttreten des Gesetzes hat die Bundesanstalt für Finanzaufsicht verschiedene Punkte der vorhandenen „Vorschriften für die Absicherung im Haftungsfall bei Kontoinformations- und Zahlungsauslösediensten“ präziser gemacht.

Immobilien-Anschlussfinanzierung

Außerdem hat der Bundestag eine Forderung des Bundesrates wieder aufgegriffen. Dabei handelt es sich um die Entschließung eines Gesetzes für das Finanzaufsichtsrecht. Verschiedene Bundesländer hatten mit ihrer Forderung eine Klarstellung gefordert, die rechtsicher ist. Es geht um die Prüfung der Kreditwürdigkeit bei Verbraucherdarlehen für Immobilien, die für eine eventuelle Anschlussfinanzierung nicht mehr notwendig sein soll. Ausnahme ist, wenn die Darlehenssumme eine Höhe aufweist, die eine deutliche Erhöhung aufweist.

Kartenzahlung

Das Ende Januar 2018 Inkraft tretende Gesetz erhält im BGB (Bürgerlichen Gesetzbuch) den Paragraphen 270a. Dieses lautet:

„Eine Vereinbarung, welche den Schuldner verpflichtet für die Nutzung von Zahlungskarten, SEPA-Überweisungen, -Firmenlastschriften und – Basislastschriften ein Entgelt zu bezahlen, ist unwirksam.

Satz 11 gilt für die Verwendung von Zahlungskarten nur Zahlungsvorgängen mit Verbrauchern, wenn diese Kapitel II der Verordnung EU 2015/751 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29.04.2015 über Interbankentgelte für kartengebundene Zahlungsvorgänge anwendbar ist“.

Unter Zahlungskarten versteht de Gesetzgeber alle Karten, mit denen Einkäufe und Dienstleistungen bezahlt werden können. Dazu gehören alle Debit- und Kreditkarten, insbesondere Mastercard und VISA. Nicht unter das „Surcharching-Verbot“ fällt beispielsweise American Express.

Fakt ist jedoch: Mit Inkrafttreten des Gesetzes Ende Januar 2018 ist es Händlern verboten, Aufschläge, auch wenn diese kostendeckend sein sollen, für die Nutzung von Mastercard und VISA zu fordern.

Anders sieht bei PayPal aus. Hier sieht es so aus, als wenn die Zuschläge auch nach dem 01.02.2018 zulässig sind.

 

Bargeldlose Zahlungsweisen

 

Bargeldlose Zahlungsweisen

Unter bargeldlosem Zahlen werden Zahlungen verstanden, die ohne Geldscheine und Münzen getätigt werden. Es gibt viele verschiedene Arten des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, die sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich üblich sind.

Scheck

Scheckzahlungen sind im privaten Bereich eigentlich nicht mehr üblich. In der Vergangenheit konnten Privatpersonen mit Scheck in Verbindung mit der EC-Karte ihre Einkäufe bezahlen. Heute gibt es kein lokales Geschäft mehr, das Schecks annimmt.

Schecks sind jedoch im Business-Bereich immer noch ein aktuelles Zahlungsmittel.

Überweisung

Überweisungen kennt jeder, der über ein Bankkonto verfügt. Wer Überweisungen noch in Papierform tätigt, braucht dazu ein entsprechendes Formular von seiner kontenführenden Bank. Dieses füllt er aus und gibt es an seine Hausbank weiter. Für Überweisungen in Papierform verlangen die meisten Banken Gebühren.

Kostenlos hingegen sind Überweisungen, die über das Online-Banking getätigt werden. Der Konteninhaber loggt sich auf der Webseite der Bank und seinem Konto ein, klickt Überweisung Inland oder Ausland an, gibt Zahlungsempfänger, Bankverbindung, Betrag ein und bestätigt die Überweisung mit einer TAN.

Lastschriftverfahren

Diese Zahlungsweise ist ein gängiges Verfahren, das jeder kennt. Miete, Energie, Versicherungen, Telekommunikation werden monatlich vom Girokonto des Zahlungspflichtigen abgebucht. Damit das Lastschriftverfahren eingesetzt werden kann, gibt der Zahlungspflichtige an die Zahlungsempfänger eine Einzugsermächtigung. Diese unterschreibt er einmal, die Gültigkeit ist unbegrenzt. Der Zahlungspflichtige kann jederzeit die Einzugsermächtigung widerrufen und Abbuchungen binnen sechs Wochen über seine Bank zurückfordern.

Girocard

Beim Bezahlen mit der Girocard wird der Zahlbetrag vom Konto des Zahlungspflichtigen abgebucht. Die meisten Geschäfte verlangen den persönlichen PIN des Kunden; eine Zahlweise, die dem Händler die Zahlung garantiert. Dieses Verfahren wird EC oder Electronic Cash genannt.

Die zweite Art der Verwendung der Girocard ist die Zahlung mit Karte und Unterschrift. In diesem Fall sind wir wieder beim Lastschriftverfahren angekommen. Warum? Weil der Kunde mit seiner Unterschrift lediglich den Händler ermächtigt den Zahlbetrag von seinem Konto abzubuchen. Bei diesem Online-Lastschriftverfahren, wie es offiziell heißt, werden lediglich die Bankdaten und die Daten des Kunden abgefragt; eine Bonitätsprüfung erfolgt nicht. Dies bedeutet, ist das Konto nicht gedeckt, muss die Bank die Lastschrift nicht ausführen. Dieses Verfahren wird ELV genannt.

Um sich abzusichern, schalten Händler sogenannte Händlerbanken dazwischen, welche die Zahlung zusichern. Dies wird GLV genannt.

Kreditkarten

Bei Kreditkarten ist für die Akzeptanz die Eingabe des persönlichen PIN des Karteninhabers oder die Unterschrift notwendig. Die Abrechnung erfolgt über die kartenausgebende Gesellschaft, die wiederum direkt mit dem Kunden abrechnet. Die Abrechnung mit dem Kunden erfolgt in der Regel im monatlichen Rhythmus; der Sollsaldo wird vom Girokonto des Karteninhabers abgebucht.

Kartenzahlungen im Ausland  

 

Welche Karten gelten im Ausland?

Wer über eine Girocard oder Kreditkarte verfügt, will mit seiner Karte auch im Ausland bargeldlos bezahlen. In vielen Staaten ist die bargeldlose Zahlung alltäglich; wer mit viel Bargeld gesehen wird, wird oft einer Straftat verdächtigt. Karteninhaber fragen sich allerdings: Welche Karten gelten wo?

EC- oder Girocard

Ist auf der Girocard das Symbol „V Pay“ vorhanden, kann diese Girocard nur in Staaten der Eurozone und der Europäischen Union verwendet werden. Es gibt auch verschiedene, nicht europäische Länder, welche diese Girocard akzeptieren.

Bei Verwendung in der Euro-Zone fallen für Zahlungen mit Girocard mit den Symbolen „V Pay“ und „Maestro“ keine Gebühren an. Anders sieht es außerhalb der Euro-Zone aus. Zwar wird auch in diesen Ländern die Girocard mit beiden Symbolen akzeptiert, doch hier fällt Fremdwährungsentgelt an, wenn mit der Karte bezahlt oder Geld abgehoben wird.

Der Rest der Welt akzeptiert die Girocard nur mit dem „Maestro“-Symbol. Auch hier wird Fremdwährungsentgelt gefordert. Gebührenfrei ist die Zahlung mit Die Entgelte für Fremdwährungen können vom Umsatz bis zu drei Prozent ausmachen. Girocard nur in der Euro-Zone, weil hier eine einheitliche Währung vorhanden ist.

Kostenlos Geld im Ausland mit der Girocard abheben ist nur dann möglich, wenn die kartengebende Bank dort selbst Geldautomaten hat oder mit einer Partnerbank zusammenarbeitet. In der Regel fallen aber im Ausland für das Geldabheben am Automaten Gebühren an, die sich oft aus dem Fremdwährungsentgelt und einer Abhebegebühr zusammensetzen. Diese Gebühren können unter Umständen fünf Prozent ausmachen.

TIPP

Wer in ein nicht europäisches Land reist, sollte sicherheitshalber seine Girocard zu Hause lassen.

Geldkarte

Geldkarten funktionieren im Ausland nicht; sie sind ausschließlich innerhalb Deutschlands gültig.

Kreditkarte

Kreditkarten wie VISA, American Express, Maestro sind Zahlungsmittel, die in der ganzen Welt akzeptiert werden. Karteninhaber sollten vor einer Auslandsreise ihren Kartenanbieter über ihre Reise informieren. Das hat den Vorteil, dass Karteninhaber unbeschwerter reisen, weil der Kartenanbieter in jedem Fall, sofern der Kartensaldo im vereinbarten Bereich liegt, die Zahlungen tätigt.

Um mit der Kreditkarte sicher bezahlen zu können und sich vor Verlust zu schützen, sollte der Karteninhaber seine Kartennummer und die Telefonnummer des Kartenanbieters separat von der Karte aufbewahren. Geht die Kreditkarte verloren oder wird von Unbefugten entwendet, kann der Karteninhaber ohne langes Suchen seinen Anbieter anrufen, die Karte sperren lassen und sich so vor Verlusten schützen.

Es gibt einen internationalen Sperr-Notruf für diejenigen, die von ihrem Anbieter keine Telefonnummer im Gepäck haben. Die Telefonnummer des Notrufe in Deutschland ist 0049 116 116; die 0049 steht für Landesvorwahl Deutschland.

 

Terminal – Kosten

 

Was kostet die bargeldlose Zahlung?

In der Regel fallen für den Karteninhaber keine gesonderten Kosten für die bargeldlose Bezahlung an. Ausnahme ist, wenn er bei seiner Kreditkarte wie beispielsweise der VISA-Karte einen prozentualen Abbau seiner Belastung vereinbart hat.

Für den Händler sieht die Sache etwas anders aus. Terminals, unabhängig davon ob sie stationär, portabel oder mobile sind, muss der Händler entweder kaufen oder mieten. In der Regel wird er das Terminal mieten, weil die Technik fast täglich ändert und besser wird. Bevor er sich ein Terminal anschafft, sollte er die Preise und vor allen Dingen die Konditionen vergleichen.

Kosten für das Terminal

Die Mietpauschale beinhaltet, wie schon der Name sagt, die monatliche Miete. Einige Shops verlangen daneben noch weitere Kosten wie die für den Service, die Depotwartung und anderes. Es gibt auch Onlineshops, bei denen der Full-Service, der Netzservice und die Vorab-Depotwartung in der Mietpauschale enthalten sind. Dies ist beim Vergleich in jedem Fall zu beachten.

Verträge

Üblicherweise werden vertraglich Laufzeiten vereinbart, die oft relativ lang sind. Doch was nützt dem Händler ein Terminal, das schon nach vier oder sechs Monaten veraltet ist? Nicht mehr viel! Ein Blick auf den Vertrag sagt: Die Laufzeit dauert noch mindestens ein Jahr.

Von Verträgen mit langen Laufzeiten sollte man die Finger weg lassen. Besser ist es darauf zu achten, dass im Vertrag ein moderates Kündigungsrecht vereinbart wird. Mit solchen Verträgen kann der Händler in der Regel drei Monate vor Quartalsende den Vertrag kündigen. Er hat damit auch die Chance, immer ein Terminal zu mieten, das auf dem aktuellen neuesten Stand ist.

Hotline

Es gibt immer noch Anbieter, bei denen die Warteschlange in der Hotline endlos erscheint. Für diese Wartezeit muss der Kunde meist auch bezahlen, was die ganze Sache unattraktiv macht.

Bei der Wahl des Anbieters ist deshalb darauf zu achten, dass die Hotline kostenlos ist. Die Suche gestaltet sich oft mühsam, doch sie macht sich bezahlt, wenn das Terminal seinen Dienst verweigert und die Hotline angerufen werden muss.

Auch wichtig ist, dass vertraglich festgehalten wird, dass bei Ausfall des vorhandenen Terminals umgehend ein Ersatzgerät auf den Weg gebracht wird.

Transaktionen

Jede Transaktion kostet Geld. Wenn Kunden mit der Girocard oder Kreditkarte bezahlen, fallen Kosten an. Diese sind von Anbieter zu Anbieter recht unterschiedlich. Auch hier ist darauf zu achten, dass die Kosten für die Transaktionen verbraucherfreundlich kalkuliert wurden.

TIPP

Die meisten Terminals werden in Onlineshops gekauft. User haben hier die Möglichkeit die Bewertungen anzuschauen, hauptsächlich was die Zertifikation, den Käuferschutz und Kundenservice angeht.

Terminal mobil einsetzbar

 

Mobile Terminals überall einsetzbar

Die bargeldlose Bezahlung der Einkäufe gewinnt immer mehr Zuspruch. Das gilt nicht nur für lokale Ladengeschäfte, sondern auch für Lieferungen ins Haus. Beim Einkaufen in Onlineshops kommt ohne Girocard, Kreditkarte nicht mehr aus; nur wenige Onlineshops liefern auf Rechnung oder per Lastschrift.

Was für große Geschäfte und Onlineshops zum täglichen Geschäft gehört, erfreut sich auch im mobilen Bereich immer größerer Beliebtheit. Auch wenn noch nicht alle Taxis mit Terminals ausgestattet sind; die Zahl der Taxis, die sich dem modernen Zahlverfahren anschließen, steigt mit jedem Tag.

Das Terminal ist immer dabei

Es ist eine komfortable Sache die Taxifahrt mit Girocard oder Kreditkarte bezahlen zu können. Umständlich ist es, wenn das Taxi seinen Fahrgast extra zu einem Geldautomaten fahren muss, damit der Fahrpreis bezahlt werden kann.

Wer glaubt, dass ein Terminal immer einen festen Standort hat, liegt falsch. Es gibt mobile Terminals, die ihre Arbeit im Taxi, bei Handwerkern, Monteuren und Auslieferungsdiensten verrichten. Besonders für Taxifahrer ist die bargeldlose Bezahlung eine sichere Sache. Je weniger Bargeld sie mit sich führen, desto geringer ist die Gefahr, dass sie überfallen und ausgeraubt werden. Fahrgäste mit unlauteren Absichten wissen, Taxis mit Terminals sind kein Ziel, das sich lohnt. Für den Taxichauffeur bedeutet das Terminal, er bekommt sein Geld, auch wenn seine Geldbörse keinen großen Betrag aufweist.

Außendienst

Besonders Pizzalieferanten sind sich der Gefahren bewusst, denen sie hauptsächlich in der Dunkelheit ausgesetzt sind. Ein Grund, warum sich viele Pizzalieferdienste dazu entschließen, ihre Fahrer mit Terminals auszustatten, damit der Kunde bargeldlos bezahlen kann.

Das gilt auch für Handwerker, die ihre Arbeit im Haus des Kunden verrichten. Viele handwerkliche Leistungen werden sofort nach Fertigstellung abgerechnet und ohne die Zahlung geht der Handwerker nicht. Handwerker wollen sicher sein, dass sie das Geld für ihre Leistung bekommen. Bezahlen ihre Kunden mit Karte können sie sich sicher sein, dass das Geld ihrem Konto gutgeschrieben wird. Bei Bargeld ist das oft anders; Falschgeld ist im Umlauf, von Laien ist der Unterschied zwischen falschen und echten Geldscheinen kaum zu erkennen. Falschgeld wird nicht ersetzt, sondern von der Polizei beschlagnahmt.

Gastronomie

Mobile Terminals haben auch in der Gastronomie Einzug gehalten. Karteninhaber geben ihre Girocard oder Kreditkarte aus Sicherheitsgründen nicht aus der Hand. Servicepersonal, das die Karte verlangt und dann in ein Nebenzimmer geht, ist für den Karteninhaber ein Risikofaktor. Das soll nichts Schlimmes bedeuten, doch der Karteninhaber behält seine Karte sicherheitshalber immer im Auge. Renommierte Restaurants nutzen deshalb mobile Terminals, die der Kellner an den Tisch des Gastes bringt, damit dieser bezahlen kann.

Bargeldlose Bezahlung – Vor- und Nachteile

 

Bargeld ist für die meisten Menschen immer noch das wichtigste Zahlungsmittel. Doch langsam aber sicher wird Bargeld auch in Deutschland durch das sogenannte „Plastikgeld“ wie Girocard und Kreditkarten ersetzt. Wenn man in der Schlange an der Kasse steht, will man natürlich schnell vorankommen, bezahlen und die Bahn noch bekommen. Doch dann steht eine Person an der Kasse und sucht in ihrem Geldbeutel nach den entsprechenden Münzen, um ihren Einkauf bezahlen zu können. Das kostet Zeit und oft auch die Nerven der anderen Kunden. Mit Kartenzahlung ist das Bezahlen des Einkaufs bedeutend einfacher und sicherer.

Vorteile von Kartenzahlung

Der größte Vorteil ist die Sicherheit, sofern nicht Karte und PIN gemeinsam im Geldbeutel sind. Beides ist immer getrennt aufzubewahren.

Hat der Karteninhaber alles richtig gemacht, wird jedoch seiner Girocard oder Kreditkarte beraubt, sperrt er die Karte und schützt sich so vor finanziellen Verlusten. Besonders in Straßen von Großstädten besteht vermehrt die Gefahr, einem Raub zum Opfer zu fallen. Derjenige, der Handtasche und Geldbörse unberechtigterweise an sich genommen hat, fängt mit der Karte ohne PIN in den meisten Geschäften nichts an. Wird die Karte sofort nach dem Raub gesperrt, ist sie für den Dieb wertlos.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Verbraucher vor Falschgeld sicher sind. Laien können kaum die heute hergestellten falschen Banknoten von den echten Geldscheinen unterscheiden. Mit der Bezahlung mittels Karte ist der Karteninhaber vor Falschgeld geschützt.

Karteninhaber sind nicht ständig auf der Suche nach Geldautomaten, sondern bezahlen bequem und komfortabel in Geschäften, Restaurants; Onlineshops fordern in der Regel die Bezahlung mit Karte.

Nachteile der bargeldlosen Zahlweise

Wo Vorteile sind, gibt es auch Nachteile. Die große Gefahr bei Kartenzahlung besteht darin, dass der Karteninhaber mehr Geld ausgibt, als das Guthaben seines Bankkontos. Hier ist Disziplin notwendig. Die Mehrzahl der Karteninhaber hat jedoch ihr Budget immer im Auge.

Für einige Kreditkarten fallen Gebühren an, die jährlich vom Girokonto des Karteninhabers abgebucht werden. Doch es gibt auch gebührenfreie Kreditkarten – ein Vergleich lohnt sich und spart Geld.

Bei der VISA-Card ist es möglich, seine monatlichen Belastungen zu senken, indem man nur einen bestimmten Teil abrechnen lässt. Ein Beispiel hierzu: Der Kreditrahmen beträgt beispielsweise 1.000 Euro; die Karte ist mit 700 Euro belastet, verfügbarer Betrag: 300 Euro. Der Karteninhaber kann bei seiner VISA-Card einstellen, ob VISA die gesamte Kartenbelastung abbucht oder 50 %, 30 % oder 70 % oder eine andere prozentuale Abrechnung erstellt.

TIPP: Damit Karteninhabern keine Nachteile entstehen, sollte sie ihre Karte niemals aus der Hand geben!

Der elektronische Geldbeutel – die Geldkarte

 

Banken und Kreditkartengesellschaften geben nur dann Karten aus, wenn der Kunde solvent ist. Dies bedeutet, er hat ein regelmäßiges Arbeits- oder Renteneinkommen und keine negativen Einträge bei der Schufa. Verbraucher, welche diese Merkmale nicht aufweisen können, erhalten Prepaid Kreditkarten oder Geldkarten. Die Geldkarte wird von dem Kreditinstitut oder der Bank vergeben, bei welcher der Kunde sein Girokonto führt.

Wir unterscheiden zwei Arten von Geldkarten:

Kontobezogene Geldkarte

Diese Geldkarte entspricht einer Girocard, die mit dem Chip und der Funktion einer Geldkarte ausgerüstet ist. Die Geldkarte muss aufgeladen werden; bei einer kontobezogenen Geldkarte funktioniert dies über einen Ladeterminal. Der maximale Betrag bei dieser Karte beträgt 200 Euro; beim Aufladen der Geldkarte wird das Girokonto des Karteninhabers mit dem geladenen Betrag belastet.

Kontoungebundene Geldkarte

Die kontoungebundene Geldkarte, auch White Card genannt, enthält nur die Geldkarten-Funktion. Um diese Karte aufzuladen, muss sich der Karteninhaber zur Bank an den Schalter begeben. Dort wird die Geldkarte mit dem entsprechenden Bargeldbetrag aufgeladen. Es gibt auch Ladeterminals, die über zwei Kartenschlitze verfügen; einen für die kontobezogene und einen für die kontoungebundene Geldkarte. Das Geld wird nicht an den Kunden ausgegeben, sondern auf den Chip, der sich auf der Geldkarte befindet, geladen.

Bei beiden Karten besteht die Möglichkeit für eine Aufladung über das Internet.

Akzeptanz

Akzeptiert wird die Geldkarte in allen lokalen Geschäften, die bargeldlose Bezahlung anbieten. Alle ec-Terminals sind standardmäßig für die Akzeptanz von Girocard und Geldkarte ausgerüstet. Auch Fahrscheine kann man mit der Geldkarte bezahlen. Aufgrund des Maximalbetrages wird die Geldkarte für kleinere Ausgaben verwendet.

Wo wird die Geldkarte aufgeladen?

In der Regel bei den Geldautomaten der Banken und Sparkassen. Viele Banken haben ihre Geldautomaten so umgerüstet, dass der Kunde zwischen mehreren Optionen wählen. Zu diesen Optionen gehört auch die Geldkarte.

Bis jetzt gibt es von vielen Banken und Sparkassen noch den Service, dass die Geldkarte kostenlos aufgeladen werden kann. Bei anderen Kreditinstituten ist das Aufladen nicht kostenfrei, sondern verursacht Kosten, deren Höhe bei den Kreditinstituten unterschiedlich ist.

Auch über das Internet können Geldkarten seit 2007 kostenlos aufgeladen werden, wenn der Karteninhaber über einen Computer und ein entsprechendes, am Computer angeschlossenes Chipkartenlesegerät verfügt.

Mit der Geldkarte bezahlen

An der Kasse von lokalen Ladengeschäften bezahlen Kunden ihren Einkauf mit der Geldkarte in der Form, wie andere mit ihrer Girocard oder Kreditkarte. Es gibt einen Unterschied: Sobald die Geldkarte im Terminal des Händlers ist, bestätigt dieser den Betrag durch Tastendruck und der Zahlbetrag wird sofort vom Guthaben der Geldkarte abgebucht.

EMV / GLV

 

Was bedeuten ELV und GLV?

Jeder, der seinen Einkauf mit Giro- oder Kreditkarte bezahlt, muss in der Mehrzahl der Geschäfte seinen persönlichen PIN eingeben. Einige Läden ziehen die Karte durch, legen dem Kunden den Beleg hin mit der Bitte, diesen zu unterschreiben. Warum gibt es diese Unterschiede?

ELV

ELV ist die Abkürzung für elektronisches Lastschriftverfahren. An der Kasse wird vom Kunden lediglich die Unterschrift gefordert; die Eingabe des PIN ist nicht notwendig.

Bei diesem Verfahren, aktuell immer weniger abgewickelt wird, gestattet der Kunde mit seiner Unterschrift dem Händler, dass dieser vom Girokonto des Kunden den schuldigen Betrag per Lastschrift einzieht. Die Lastschrift wird in der Regel automatisch vom Kassensystem mit einer Einzugsermächtigung ausgedruckt.

Geprüft wird vom Netzbetreiber die Karte daraufhin geprüft, ob sie gesperrt ist. Auch wird die Kontonummer, Bankleitzahl und Kartennummer gelesen. Nicht geprüft wird hingegen, ob die Bank oder Gesellschaft, welche die Karte ausgegeben hat, auch bezahlt.

Wie bei jedem Lastschriftverfahren hängt die Einlösung einer Lastschrift von der Deckung des zu belastenden Kontos ab. Der Händler hat also keine Zahlungsgarantie, es sei denn, er hat einen Vertrag über Forderungsankauf abgeschlossen. Dennoch sind Banken nicht verpflichtet Lastschriften des Händlers, die auf Kartenzahlung beruhen, einzulösen, wenn das Konto keine Deckung aufweist. Der Händler hat also keine Zahlungsgarantie.

GLV

GLV bedeutet ausgeschrieben „Garantiertes Lastschriftverfahren“, eine zusätzliche Sicherheit zum ELV-Verfahren. GLV ist ein Verfahren, welches gleich wie ELV ausgestattet ist, jedoch mehr Sicherheit für den Händler bietet.

Auch bei diesem Verfahren leistet der Kunde an der Kasse nur eine Unterschrift, der PIN wird bei GLV ebenfalls nicht gefordert. Beim GLV übernimmt ein Zahlungsdienstleister, der auch im Falle einer Rücklastschrift das komplette Mahnverfahren erledigt. Der Händler bekommt in jedem Fall sein Geld.

Zahlungsdienstleister der Händler legen seit einiger Zeit Datenbanken an, mit deren Hilfe sie das Kundenverhalten in Bezug auf Gefahren und Betrug bezogen auf das Zahlverhalten überwachen. Das ist der Service, den Zahlungsdienstleister ihren Kunden anbieten; ihre Kunden sind die Händler, die das elektronische Lastschriftverfahren, hier allerdings mit Zahlungsgarantie, anbieten.

Kurz gesagt

Bei ELV und GLV bezahlt der Kunde eigentlich nicht mit seiner Karte, sondern nimmt am Lastschriftverfahren teil. Die meisten Kunden wissen das gar nicht, werden aber auch nicht gefragt, ob sie mit Erfassung ihrer Daten einverstanden sind. Nach dem Datenschutz sollte jeder Kunde gefragt werden, ob die Zahlungsdienstleister seine Daten, wie wo er einkauft, wie viel Geld er ausgibt und wo er sich gerade befindet, zusammenführen und für ihre Zwecke verwenden dürfen.

Was Ladenbesitzer wissen sollten

Was Händler wissen sollten

Damit lokale Geschäfte konkurrenzfähig bleiben, ist es notwendig, Kartenzahlungen zu akzeptieren. Viele Verbraucher tragen nicht mehr große Summen Bargeld mit sich; sie bezahlen ihre Einkäufe lieber mit Giro- oder Kreditkarte. Was muss ein Händler machen, um bargeldlose Bezahlung akzeptieren zu können?

Im ersten muss er sich Gedanken darüber machen, ob er lediglich Girocard akzeptieren will oder ob er auch Besuchern aus dem Ausland die Möglichkeit geben möchte mit Kreditkarte zu bezahlen. Die Frage, die eine Antwort verlangt ist, will ich Kartenzahlung nur mit PIN akzeptieren oder auch mit Unterschrift. Die Zahlungsweisen unterscheiden sich: mit PIN ist die Zahlung sicher und wird von der kartengebenden Gesellschaft bestätigt. Anders verhält es sich mit der Akzeptanz von Unterschriften: hier gestattet der Kunde dem Händler, dass dieser den geschuldeten Betrag per Lastschriftverfahren abbuchen darf. Der Nachteil ist, dass die kartengebende Gesellschaft die Lastschrift nicht einlösen muss, wenn das Konto keine entsprechende Deckung aufweist.

Die technische Ausstattung

Um Kartenzahlungen zu akzeptieren braucht der Händler einen Terminal, einen Internetanschluss und eventuell einen Drucker. In der Regel ist der Drucker im Terminal integriert und die meisten Unternehmen verfügen über einen DSL- oder ISDN-Anschluss. Die Auswahl an Terminals ist groß! Bevor sich der Händler einen Terminal anschafft klärt er die Frage, ob er ein stationäres oder mobiles Terminal will.

Bei einem stationären Terminal ist ein fester Platz an der Kasse notwendig; hat der Händler mehrere Kassen, braucht er entsprechend mehr Terminals. Für kleinere Geschäfte ist ein mobiles Terminal sinnvoll, das bei Bedarf an die Kasse gebracht wird, an der es benötigt wird.

Kosten und administrative Aufgaben

Bei der Anschaffung eines Terminals ist ein Preisvergleich sinnvoll. Händler sollten in jedem Fall die monatliche Pauschale vergleichen, jedoch nicht nur den Preis, sondern auch was die Pauschale beinhaltet. Einige Pauschalen beinhalten lediglich die Miete; andere neben der Miete auch den Netzservice und die Depotwartung. Ebenfalls ein Kostenfaktor kann die Hotline sein; nicht alle Terminal-Anbieter bieten auch eine kostenlose Hotline und einen ebensolchen Austauschservice an.
Weitere Kostenfaktoren sind die Transaktionen; dies bedeutet, jede Kartenzahlung wird mit einigen Cent an den Händler berechnet. Auch die Hausbank des Händlers kann Kosten verursachen, wenn sie Gebühren für die Einreichungen verlangt.

Daneben muss mit der Bank über den Lastschrifteinzug, wenn der Händler dieses Verfahren wählt, eine Vereinbarung getroffen werden ebenso wie für die Teilnahme am ec-cash-Verfahren und der Geldkarte. Ebenfalls muss mit der Bank die Kreditkartenakzeptanz vereinbart werden, besonders wenn diese über eine Händlerbank stattfindet.