Die Herstellung von Münzen ist teurer als die von Plastikkarten

Man kann es kaum glauben; die Herstellung von Geldscheinen und Münzen kostet viel Geld. Das gilt auch für die Aufbewahrung. Dies sind zwei gute Gründe warum viele Notenbanken davon träumen, dass unsere Gesellschaft bargeldlos wird. Was die Notenbanken wollen ist jedoch nicht im Sinne der Bürger. Bargeld ist überlebt, so die Meinung von Kenneth Rogoff (Harvard-Ökonom) und Apple-Chef Tim Cook.

Allerdings ist es für die Zentralbanken eine elegante und einfache Lösung für das Ermöglichen einer Negativzinspolitik und zwar einer uneingeschränkten. Doch sehr viele Bürger haben keine Lust auf Geldscheine und Münzen zu verzichten, auch wenn sie nur noch kleine Summen bar bezahlen. Sparkasse und der Württembergische Genossenschaftsverband fordern deshalb, dass die Menschen die Freiheit haben zu wählen, ob sie bar oder bargeldlos bezahlen.

Die deutsche Politik sieht das genauso. Die AfD beispielsweise schreibt in ihrem Grundsatzprogramm fest, dass es ein bürgerliches Freiheitsrecht ist mit Bargeld zu bezahlen. Bargeld soll ein gesetzliches Zahlungsmittel bleiben.

Bargeld soll bleiben

Die Europäische Zentralbank hingegen sieht die Geldscheine, jedenfalls die großen Scheine, im Aus. Nicht mehr gedruckt werden 500-Euro-Scheine, die Geschäfte ab 2019 auch nicht mehr akzeptieren müssen. Andere Länder haben für Barzahlungen Obergrenzen; beispielsweise Frankreich und Spanien.

Allerdings hat Bargeld auch Vorteile, die wollen wir nicht vergessen! Kinder freuen sich über das Geräusch, das Bargeld macht, wenn es im Sparschwein landet. Trinkgelder werden in Deutschland grundsätzlich bar bezahlt.

Doch es gibt bereits Widerstand gegen die kleinen Münzen. So sollten die Geschäfte ihre Preise auf- oder abrunden, damit die Ein- und Zwei-Cent-Münzen aus dem Verkehr gezogen werden; doch hier spielte das Finanzamt nicht mit, das Projekt wurde abgebrochen.

 


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