Kreditkarten eignen sich nicht zum Sparen

Auch wenn der Trend eine ganz andere Richtung einschlĂ€gt – die Deutschen hĂ€ngen am Bargeld. DafĂŒr gibt es viele GrĂŒnde; Kreditkarten eignen sich nicht zum Sparen, sondern nur zum Geldausgeben. Bargeld im Haus ist fĂŒr viele Menschen noch das GefĂŒhl fĂŒr Sicherheit.

Doch nicht alle Menschen denken so; geht man vom WeihnachtsgeschĂ€ft 2017 aus, so bezahlten mehr Menschen ihre EinkĂ€ufe mit Giro-, Geld- oder Kreditkarte. Sogar kleine BetrĂ€ge wickelten viele Menschen mit Kreditkarte ab. Dennoch nimmt nach Beobachtungen der Schweizer Bank fĂŒr Internationalen Zahlungsausgleich mit Sitz in Basel der Umlauf an Bargeld zu. Zur gleichen Zeit geschieht dies auch mit dem Einsatz von sogenanntem Plastikgeld.

Die deutsche Bundesbank schließt sich diesem Ergebnis an. Die ausgegebenen Banknoten stiegen von 348 auf 635 Millionen Euro im Zeitraum von 2009 – 2017 an. Von dieser riesigen Summe fließt ein Teil in LĂ€nder, die nicht der Euro-Zone angehören. In Deutschland selbst stieg die Nachfrage nach Bargeld um etwa 20 %. Gefragt waren allerdings hauptsĂ€chlich große Geldscheine; also Bargeld, das man nicht im Supermarkt ausgibt.

Ab 10.000 Euro nur mit Personalausweis

Allerdings muss bei Zahlungen ab 10.000 Euro der Personalausweis oder Reisepass vorgelegt werden. Mit dieser Maßnahme soll der GeldwĂ€sche Einhalt geboten werden. Auch dient diese Maßnahme generell der BekĂ€mpfung von Finanzierungen fĂŒr Terroristen, wobei alle BĂŒrger, die Bargeld besitzen, generell VerdĂ€chtige sind.

In der EU wird bereits ĂŒber ein generelles Verbot diskutiert, das GeschĂ€fte mit Bargeld ab 5.000 Euro verbietet. Dies hat nichts mit der KriminalitĂ€t zu tun; diese stieg bei Weitem nicht in dem Maße an wie der Umlauf von Bargeld.

NFC-fÀhige Smartphones: zur mobilen Zahlung notwendig?

In Deutschland hat sich die Zahlung mit Giro- oder Kreditkarte noch nicht etabliert, doch immer mehr Menschen nutzen diese Zahlungsart. Kaum dass dies der Fall ist, kommt schon ein neuer Service: die mobiles Zahlung. Dazu wird ein NFC-fÀhiges Smartphone benötigt; ein Smartphone hat bereits die Mehrzahl der in Deutschland ansÀssigen Menschen, doch ob dies NFC-fÀhig ist, das wissen nur wenige Nutzer.

Noch weniger Nutzer wissen, dass auch ihre Giro- und Kreditkarten fĂŒr die kontaktlose Zahlweise geeignet sind. Ob sich die Karten fĂŒr die neue Zahlungsweise eignen ist durch einen Mikrochip und einer nicht sichtbaren Funkantenne ausgestattet. Sofern die Karte das Symbol, das „Funkwellen“ zeigt hat, ist diese Karte fĂŒr die kontaktlose Zahlweise geeignet. Auch Karten, auf denen paypass steht, können fĂŒr die kontaktlose Zahlweise verwendet werden.

Banken haben umgestellt auf NFC

Viele Banken haben bereits auf NFC umgestellt oder stellen gerade darauf um. In erster Linie bedeutet kontaktloses Bezahlen, dass die Giro- oder Kreditkarte nicht mehr in das Terminal eingesteckt wird, sondern vor das LesegerĂ€t gehalten wird. Im Gegensatz dazu wird kontaktloses Bezahlen in der Regel mit mobilem Bezahlen „in einen Topf geworfen; doch mobiles fĂŒr mobiles Bezahlen braucht man ein internetfĂ€higes EndgerĂ€t wie Smartphone oder Tablet.

In der Regel funktioniert die kontaktlose Zahlweise bis zu einem Betrag von 25 Euro. Bei höheren BetrÀgen wird die Eingabe der PIN gefordert. Nimmt das Unternehmen am SEPA-Lastschriftverfahren teil, dann fordert die Person an der Kasse den Kunden zur Unterschrift auf dem Kassenbeleg auf. Die Risiken beim kontaktlosen Bezahlen sind nicht höher als die, die wir von der Kartenzahlung her kennen.

 

Kreditkarten werden weltweit aktzeptiert

Zahlungen mit Girokarte und Kreditkarte werden immer hĂ€ufiger genutzt. Im Gegensatz zur Girokarte werden die meisten Kreditkarten weltweit akzeptiert. Wer beim Geldautomaten einer fremden Bank Geld abheben will, der nutzt in der Regel die Kreditkarte. Der Grund ist, fĂŒr Geldabhebungen bei Fremdbanken fallen beim Einsatz von Kreditkarten keine GebĂŒhren an; bei der Girokarte schon. Dies ist einer der GrĂŒnde, warum Kreditkarten auch in Deutschland immer stĂ€rker im Trend liegen. FĂŒr den Einzelhandel vor Ort bedeutet dies ein Umdenken. Akzeptierten sie lange Zeit nur Bargeld oder Girokarte, akzeptieren aktuell immer mehr EinzelhĂ€ndler auch die Zahlung mit Visa, American Express und Co.

Wer beispielsweise in den USA mit viel Bargeld von der Polizei aufgegriffen wird muss beweisen, dass das Geld legal erworben wurde. Dies hat seinen Grund, denn in den USA werden Waren entweder mit Scheck oder Kreditkarte bezahlt. Auch in Deutschland folgen die Menschen, wenn auch langsam, diesem Trend. Schecks sind bei uns nicht mehr ĂŒblich, doch die Zahlung mit Girokarte oder Kreditkarte entwickelt sich langsam zum alltĂ€glichen Bezahlen von Waren und Dienstleistungen.

Persönliche PIN

Viele HĂ€ndler fordern vom Kunden beim Bezahlen mit Karte die Eingabe der persönlichen PIN, andere nur die Unterschrift. Der Umbruch, der gerade in den USA stattfindet, kommt ĂŒber kurz oder lang auch in Deutschland an. Dies bedeutet, dass Kreditkarten einen Chip erhalten; Kunden bestĂ€tigen die Zahlung mit ihrer Signatur. Ob diese Methode erfolgreich sein wird hĂ€ngt von den HĂ€ndlern ab. Sie stehen in der Entscheidungspflicht, ob sie die Signatur akzeptieren oder weiterhin Unterschrift und PIN-Eingabe verlangen. Walmart, ein Discount-Konzern kann auf die Unterschrift verzichten, weil sie nach Meinung der Verantwortlichen wertlos ist.

Skandinavien, USA und andere LĂ€nder liegen immer noch vor Deutschland in punkto Kartenzahlung

Was in Skandinavien, den USA, Australien, Kanada und vielen anderen Staaten bereits alltÀglich ist, arbeitet sich in Deutschland langsam von den Kinderschuhen nach oben vor: die Kartenzahlung. Immer noch wird die HÀlfte der EinkÀufe und Dienstleistungen mit barem Geld bezahlt; in der Regel mit Geldscheinen.

Das Geld, das der Kunde herausbekommt sind in der Regel MĂŒnzen; diese verschwinden entweder im Sparschwein, werden in einer BĂŒchse gebunkert oder im schlimmsten Fall an der Kasse des Supermarktes langsam und bedĂ€chtig gezĂ€hlt, egal wie lang die Schlange hinter der Person ist.

MĂŒnzen sind nicht immer gern gesehen beim Einkauf

Viele Menschen wissen jedoch nicht, dass GeschĂ€fte nicht verpflichtet sind mehr als 50 MĂŒnzen, gleichgĂŒltig welcher GrĂ¶ĂŸenordnung, anzunehmen. Die Obergrenze fĂŒr die Bezahlung mit MĂŒnzen liegt bei 100 Euro.

Euro-GedenkmĂŒnzen werden gerne gesammelt; doch wenn Geldbeutel und Konto leer sind, kommen auch diese zum Einsatz. Auch hier gibt es eine Höchstgrenze. Diese liegt bei 20 MĂŒnzen; nehmen wir an, dass jede MĂŒnze einen Wert von 10 Euro hat, so ergibt sich ein Höchstbetrag von 200 Euro.

Bei Geldscheinen gibt es keine Höchstgrenze. Allerdings kann der HÀndler die Annahme von Geldscheinen mit hohem Wert ablehnen, wenn das in der Kasse vorhandene Wechselgeld nicht ausreicht.

Mit Girocard und Kreditkarte kann man bezahlen ohne dass MĂŒnzen gezĂ€hlt werden mĂŒssen oder der Geldschein nicht gewechselt werden kann. Viele Kreditkarten-Gesellschaften legen jedoch auf die Karte ein Limit fest, dies bedeutet, der Karteninhaber darf seine Karte bis zu einer gewissen Summe nutzen, dann muss er die Rechnung bezahlen und kann nach Rechnungsausgleich wieder ĂŒber die vereinbarte Höchstsumme verfĂŒgen.

Ist fĂŒr viele Menschen Girocard immer noch die EC-Karte?

Keine Frage; die Deutschen lieben ihr Bargeld, auch wenn es immer gefĂ€hrlicher auf den Straßen wird und der Raub von Handtaschen und Geldbörsen fast schon an der Tagesordnung ist. Die junge und jung gebliebene Generation ziehen immer Öfters die Zahlung mit der „Plastikkarte“ vor. Mehr als zwei Drittel der Menschen, die ĂŒber ein Girokonto verfĂŒgen, bezahlen ihre EinkĂ€ufe mit Karte. Dies ergab eine Umfrage von forsa, einem der fĂŒhrenden Marktforschungsinstitute. Das Institut kann die Zahlungen sogar noch aufschlĂŒsseln: tĂ€glich zahlen 16 Prozent bargeldlos; ein gutes Drittel mehrfach in der Woche. Auch wenn der Begriff EC-Karte durch Girocard ersetzt wurde, ist fĂŒr einen großen Teil der Menschen die Girocard immer noch die EC-Karte.

Bargeldabhebungen

Auch die Bargeldabhebungen lassen sich aufschlĂŒsseln. Junge und jung gebliebene Menschen heben nur kleine BargeldbetrĂ€ge vom Konto ab. Menschen, die Ă€lter als 70 Jahre sind, sehen das anders: Sie heben grĂ¶ĂŸere BetrĂ€ge ab und nehmen diese auch mit in den Supermarkt, denn sie bezahlen bar.

Schaut man sich die Zahlen der SupermÀrkte an, so bezahlt etwa die HÀlfte der Kunden mit Karte. In der Regel kommt die Girocard am HÀufigsten zum Einsatz; Kreditkarten hingegen haben werden nur zu 6 Prozent eingesetzt.

Die Kosten fĂŒr die Transaktionen gehen zu Lasten der HĂ€ndler. Einige Betreiber von lokalen GeschĂ€ften schreckt dieser Umstand ab; sie legen sich auf Zahlungen mit Bargeld fest. Dabei ist die bargeldlose Bezahlung der EinkĂ€ufe ein Service, den Kunden schĂ€tzen. Damit sie nicht so viel Bargeld mit sich tragen mĂŒssen, sind fĂŒr Kunden lokale GeschĂ€fte mit Kartenakzeptanz die Einkaufsmöglichkeit schlechthin

Manche GeschÀfte nehmen kein Bargeld mehr an!

WĂ€hrend es bereits in Schweden lokale GeschĂ€fte gibt die kein Bargeld mehr annehmen, stirbt in Deutschland das Bargeld nicht aus. Die Digitalisierung schĂŒrt bei einigen Menschen die Angst davor, dass ihr Bargeld verschwindet. Diese Angst ist in Deutschland keinesfalls begrĂŒndet, denn die Produktion von Geldscheinen und MĂŒnzen wĂ€chst, jedenfalls in Europa und hier hauptsĂ€chlich in Osteuropa.

Man mag es kaum glauben, doch es sind aktuell 21,4 Milliarden Geldscheine in europÀischer WÀhrung im Umlauf. Bargeld ist also immer noch prÀsent, auch in Staaten wie China, wo die meisten Menschen mit Handy-App, Karte oder Alipay bezahlen, ist die Produktion von Bargeld stabil. Insbesondere bei jungen und jung gebliebenen Menschen setzt sich allerdings die Zahlung mit Girocard oder Kreditkarte und Handy-App durch.

PIN

Weltweit hat Bargeld also nicht an Bedeutung verloren. Dennoch ist fĂŒr Kunde und HĂ€ndler die Zahlung mit Karte sicherer, wenn der Kunde seine PIN eingeben muss. Ansonsten unterschreibt er lediglich eine AbbuchungsermĂ€chtigung, welche die Bank nur dann einlöst, wenn das Konto eine entsprechende Deckung aufweist.

Viele Bankkunden kennen ihren Bankberater nicht mehr persönlich, insbesondere wenn sich die Person hinter dem Schreibtisch gewechselt hat. Online-Banking ist eine komfortable Lösung, um bequem von zu Hause aus Überweisungen zu tĂ€tigen, Aktien und andere Wertpapiere zu kaufen. Doch je vernetzter wir sind, desto grĂ¶ĂŸer ist auch die Gefahr von Hackern heimgesucht zu werden. Nur allzu leichtfertig geben manchen Menschen ihre Kontonummer, PIN und Anmeldedaten fĂŒr das Online-Banking an andere Personen weiter.

Kartenzahlung wird ĂŒber kurz oder lang die hauptsĂ€chliche Bezahlweise werden; Sicherheit und Geheimhaltung der persönlichen PIN und anderer Bankdaten sollte fĂŒr jeden zum Alltag gehören.

 

Shoppen im Internet

Shoppen im Internet ist der aktuelle Trend; viele Menschen kaufen im Internet nicht nur Modeartikel, sondern auch GetrĂ€nke und Lebensmittel ein. Es ist nur logisch, dass Barzahlung im Internet nicht möglich ist. Wer im Internet einkaufen will, der muss zwangslĂ€ufig ĂŒber eine Giro- oder Kreditkarte verfĂŒgen. Doch wie sicher ist die Zahlung im Internet?

Wichtig ist, dass User immer auf die SSL-VerschlĂŒsselung der Seite achten. Diese ist mit „https“ und einem Schloss davor gekennzeichnet. Onlineshops, die eine solche VerschlĂŒsselung nicht haben, sollten Verbraucher meiden. Kurz zu „https“; das „s“ hinter „http“ steht secure.

Wenn Sie im Internet einkaufen, ist die PIN nicht notwendig. Die Geheimzahl wird kein seriöser Anbieter abfragen. Meist ist die PrĂŒfnummer der Kreditkarte notwendig, um den Zahlvorgang abzuschließen. Zahlungen mit Visa oder MasterCard bezahlt werden ĂŒber das Verified-Verfahren abgewickelt.

Kartenabrechnung

Sobald Sie Ihre Kartenabrechnung oder den Kontoauszug erhalten prĂŒfen Sie die Abbuchung. Stimmt der Betrag? Gerade im Internet sind nicht alle Onlineshops seriös; da können die BetrĂ€ge schon einmal schwanken. Dann sollten Sie umgehend widersprechen, ggf. die Abbuchung stornieren und in jedem Fall mit Ihrer Bank oder Kreditkartengesellschaft in Kontakt treten.

Kaufen Sie das erste Mal in einem bestimmten Onlineshop ein, dann lesen Sie ganz genau die ABGs. Diese mĂŒssen immer fĂŒr Sie als Kunden zugĂ€nglich sein.

Sie sollten bei KĂ€ufen im Internet immer auf Sicherheit gehen; dies zahlt sich aus. Sollten Sie im Ausland einkaufen, dann gibt es die Möglichkeit ĂŒber kostenlose WĂ€hrungsrechner den Zahlbetrag in Euro umzurechnen. Sicher, Devisen unterliegen Schwankungen, doch in etwa muss der Betrag stimmen.

PIN oder Unterschrift bei der Kartenzahlung?

Beim Bezahlen des Einkaufs die Kreditkarte vorzeigen, dann unterschreiben, Eingabe der PIN war nicht notwendig. Die wenigsten Kunden wissen, was sie da eigentlich unterschreiben.

Der Vorgang lĂ€uft fĂŒr die meisten Menschen ganz normal ab: Sie geben ihre Kreditkarte der Kassiererin, diese steckt sie ins Terminal, zeigt den Betrag auf dem Beleg und bittet den Kunden auf der RĂŒckseite zu unterschreiben. Den in kleinen Buchstaben gedruckten Text liest keiner. Der Kunde unterschreibt im Grunde eine AbbuchungsermĂ€chtigung, die bedeutet, der HĂ€ndler darf den Zahlbetrag vom Giro- oder Kreditkartenkonto einziehen. Kann die Abbuchung mangels Deckung nicht eingelöst werden, gibt die Bank oder Kreditkartengesellschaft Name und Adresse an den HĂ€ndler weiter.

EinzugsermÀchtigung

Das Kleingedruckte muss sich nicht nur mit EinzugsermĂ€chtigung befassen, es kann auch verschiedene Dinge abfragen, beispielsweise das Kaufverhalten des Kunden. Allerdings „schummeln“ einige Anbieter diese Fragen in die Unterschrifts-ErklĂ€rung, was in keinem Fall zulĂ€ssig ist. Interessant ist auch die Tatsache, dass der Text nicht auf dem Bon zu finden ist, den der Kunde erhĂ€lt, sondern auf dem Beleg, der in die Kasse des GeschĂ€fts kommt. Sollte der Kunde eine Kopie des Ausdrucks wĂŒnschen, ist dies kein Problem fĂŒr den HĂ€ndler.

Doch die meisten Kunden wissen gar nicht, was auf dem Bon, den sie nicht erhalten, steht. Es gibt AushĂ€nge und Informationen darĂŒber, so die HĂ€ndler, die jeder Kunde lesen kann. Doch wer liest das schon?

Die Mehrzahl der HĂ€ndler nutzen die Kombination von Karte und Geheimzahl. Damit wird von der Bank die Zahlung garantiert. Allerdings verlangt die Bank fĂŒr ihre Zahlungsgarantie bis zu 0,2 Prozent vom Zahlbetrag.

Was passiert wenn die Lastschrift nicht bezahlt werden kann?

Wer seinen Einkauf mit Karte und Unterschrift bezahlt muss seinen Kontostand im Blick haben. Mit der Unterschrift nimmt der HĂ€ndler am Lastschriftverfahren teil – ist das Konto zum Zeitpunkt der Abbuchung nicht ausreichend gedeckt, kann die Bank die Zahlung verweigern. Die meisten HĂ€ndler machen nur einen Abbuchungsversuch, schlĂ€gt dieser fehl, lassen sie sich Name und Adresse des Karteninhabers von der Bank geben.

Anders verhĂ€lt es sich bei anderen Unternehmen und hier ist IKEA ein Vorreiter: Das Möbelhaus macht einen weiteren Abbuchungsversuch, wenn der erste Versuch scheitert. Allerdings muss der Kunde dann eine GebĂŒhr bezahlen, meist sind es fĂŒnf Euro. Wenn allerdings Adresse und Name des Karteninhabers angefordert werden mĂŒssen, vervierfacht sich der Betrag der MahngebĂŒhr. Andere HĂ€ndler sind da fĂŒr sich selbst großzĂŒgiger: Bereits beim Fehlschlagen der ersten Abbuchung berechnen sie ihrem Kunden etwa 40 Euro Zusatzkosten.

Verbraucherzentrale

Bei einer Befragung der Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2014 waren nur elf Konzerne bereit, Fragen zu beantworten. Schade, denn die Konzerne, die sich nicht an der Befragung beteiligt haben sind meist diejenigen, die hohe Zusatzkosten verlangen.

Die meisten HĂ€ndler sind jedoch dazu ĂŒbergegangen, Kartenzahlung mit PIN zu akzeptieren. Damit sind sie auf der sicheren Seite, denn die Bank und die Kartengesellschaft garantieren die Zahlung. Die GebĂŒhren, die weit unter einem Prozent liegen, sollten diese Vorgehensweise wert sein. HĂ€ndler haben mit Karte und PIN auch den Schutz vor Zahlungsausfall.

Doch immer noch sind die, wenn auch geringen GebĂŒhren fĂŒr HĂ€ndler Kosten, die sie nicht tragen wollen. Immerhin ist die Mehrzahl der Kunden ehrlich und das Geld wird vom Konto abgebucht.

Shoppen ohne Bargeld

Das Shoppen in Onlineshops macht Spaß, denn diese sind durchgehend geöffnet, kennen kein Wochenende und keine Feiertage. Bezahlt wird in der Regel mit Giro- oder Kreditkarte. Anders sieht es bei lokalen GeschĂ€ften aus. Wenn es ums Einkaufen geht, kaufen die Deutschen ĂŒblicherweise in lokalen GeschĂ€ften ein und bezahlen grĂ¶ĂŸtenteils mit Bargeld. WĂ€hrend in DĂ€nemark bereits seit diesem Jahr keine Geldnoten mehr gedruckt werden, ist das in Deutschland völlig anders. Nur ein kleiner Teil glaubt daran, dass es in den nĂ€chsten zwanzig nur noch die bargeldlose Zahlung geben wird. FĂŒr Deutschland ist das, was in Schweden und DĂ€nemark bereits alltĂ€glich ist, Utopie. Auch bezahlen immer noch, so YouGov fast 90 Prozent der Deutschen ihren Einkauf mit Bargeld. Auch nutzen etwa 85 Prozent der Befragten mindestens einmal in der Woche Bargeld.

Kartenzahlung: Viele Menschen in Deutschland haben Angst davor

In Deutschland sind die Menschen immer noch unsicher in Bezug auf Kartenzahlung. Es ist oft auch die Angst um die Sicherheit, aber auch Angst vor dem Unbekannten. Etwa dreiviertel der Befragten sind der Meinung, dass sie durch bargeldlose Zahlung das Risiko erhöhen, einem Betrug zum Opfer zu fallen.

Bei der Kartenzahlung steckt Deutschland noch in den Kinderschuhen, von der Bezahlung durch Smartphone ganz zu Schweigen. Es gibt nur ganz wenige Menschen, die dieses System nutzen, obwohl es als sicher gilt. Wie YouGov herausfand nutzen es mÀnnliche Personen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren, die in Vollzeit arbeiten und Single sind.

Es ist schon seltsam, dass sich die Kartenzahlung in Deutschland nur langsam etabliert, obwohl es heute sicherer ist, wenig Bargeld in der Tasche zu haben.