Zusatzentgelte

Per Gesetz ist es seit dem 13. Januar 2018 Händlern untersagt für die Zahlung mit Giro- und Kreditkarte Zusatzentgelte zu verlangen. Die meisten Unternehmen halten sich daran – doch es gibt Ausnahmen. Bei der Wettbewerbszentrale können Verbraucher die Händler melden, die Aufschläge für die bargeldlose Bezahlung der Waren berechnet haben. Seit Januar 2018 beschwerten sich dort mehr als 200 Verbraucher. Die Zahlungsentgelt-Beschwerdestelle wurde mit inkraft treten des Gesetzes neu eingerichtet.

Dabei geht es nicht nur um eine Branche – betroffen seien, so die Information der Zentrale zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs, fast alle Branchen. Nach dem Willen des Gesetzgebers dürfen keine zusätzlichen Entgelte für die Zahlung per Überweisung, Kreditkarte und SEPA-Lastschriftverfahren erhoben werden.

Per Gesetz bestimmt

Mit diesem Gesetz wird das Monopol der Banken gebrochen. Bis 12. Januar 2018 hatten Banken das Monopol für den Zugriff auf die Kontendaten ihrer Kunden. Payment Service Directive bricht dieses Monopol. In Zukunft müssen Banken, so der Wille der EU, auch Drittanbietern ermöglichen, auf Daten und Konten ihrer Kunden zugreifen zu können. Damit soll der Wettbewerb belebt werden; doch langfristig kann diese Regelung mit Banken in Bedrängnis bringen. Unter Druck geraten, so die herkömmliche Meinung, die klassischen Banken.

Verbraucher müssen nicht befürchten zum gläsernen Kunden zu werden. Auch dürfen Unternehmen nicht unkontrolliert auf die Daten der Kunden zugreifen. Die Kunden müssen den Unternehmen ausdrücklich den Zugriff erlauben; die Unternehmen dürfen nur für den genehmigten Zweck auf die Daten bei der Hausbank nachfragten. Verboten hat die EU ausdrücklich das gesteuerte Auslesen von Daten der Girokonten. Das Girokonto gibt üblicherweise Auskunft darüber, welche Gewohnheiten der Konteninhaber hat, wie er zahlt und wo er bestellt.

 

Mobile Payment

Mit dem Mobile Payment haben sich die Deutschen noch nicht anfreunden können. Während in den USA diese Zahlungsmöglichkeit mehr als 60,1 Millionen Verbraucher nutzen sind es in unserem Land gerade mal 2,2 Millionen. Es ist eben immer noch so, dass wir Deutschen an unserem Bargeld hängen. Eine Umfrage von Marktwächter Finanzen ergab, dass fast alle Teilnehmer noch nie mit dem Smartphone bezahlt haben.

Selbst die Verbraucher, die mit dem Smartphone bezahlen, bleiben dabei doch eher zurückhaltend. Der durchschnittliche Betrag bei der Bezahlung mit dem Smartphone beläuft sich in Deutschland auf 80 Euro. In den USA sind es pro Nutzer 1.838 Euro, in Großbritannien 1.683 Euro je Nutzer.

Google Pay am deutschen Markt

Mit Google Pay wagt sich Google auf den deutschen Markt und will die Deutschen dazu bringen mit dem Smartphone zu bezahlen. Große Supermärkte wie Lidl Süd, Media Markt und Adidas wollen den Start mitmachen.

Für Google wird es schwer die Deutschen zum Bezahlung mit dem Smartphone zu bringen. Für viele Nutzer ist das Smartphone ein besseres Telefon, auf dem man auch Nachrichten senden und empfangen kann. Die deutsche Jugend ist das schon aktiver auf dem Smartphone tätig. Die Frage, die sich stellt, lautet: Hat Google Pay mehr Chancen als Apple Pay?

Das bleibt abzuwarten, denn nach wie vor hängen die Deutschen an ihrem Bargeld. Bis heute bezahlen die meisten Menschen im Supermarkt ihren Einkauf bar und zählen langsam, aber hartnäckig ihre Cent- und Euro-Geldstücke der Kassiererin vor. Sicher, es gibt auch viele Menschen die mit Giro- oder Kreditkarte bezahlen, doch die man nicht richtig an der Kasse, denn sie haben ihren Einkauf schnell abgeschlossen.

Bargeld gegen „Plastikgeld“

Bargeld gegen „Plastikgeld“ – das ist in Deutschland immer noch ein Thema, während in anderen Ländern die Kartenzahlung zum Alltag gehört. Bargeldlos an der Kasse seinen Einkauf bezahlen ist eine komfortable und schnell erledigte Geschichte. Im Gegensatz dazu sucht der Kunde an der Kasse sein Kleingeld zusammen, um den Zahlbetrag möglichst genau zu begleichen. Er achtet nicht auf die Menschenschlange, die sich hinter ihm gebildet hat und immer länger wird.

Eine Umfrage ergab jetzt, dass die Zahlung mit Karte das Bargeld immer mehr in den Hintergrund schiebt. Dennoch bleibt Bargeld bei den Deutschen das Zahlungsmittel, auf das sie nicht verzichten wollen. Dies betrifft hauptsächlich ältere Menschen, die sich nicht an die Zahlung mit Karte gewöhnen können oder wollen. Dies ist auch die größte Gruppe, die sich mit den höchsten Beträgen an Bargeld versorgt. Dabei ist diese Gruppe diejenige, welche Taschendiebe und andere finstere Gestalten als Zielgruppe ausgewählt haben.

EC-Karte gegen Scheck

Die Girokarte ist die Nachfolgekarte der EC-Karte, die im Januar 1968 eingeführt wurde. Damals wurde die Nummer der Karte auf den Scheck geschrieben, der dann für das Bezahlen des Einkaufs verwendet wurde. Nach und nach wurden Schecks nicht mehr benutzt, denn man konnte mit der EC-Karte bargeldlos an der Kasse bezahlen. Die Nachfolgerin der EC-Karte, die Girocard ist heute das beliebteste Zahlungsmittel, danach kommen die reinen Kreditkarten. Immerhin bezahlen im lokalen Einzelhandel etwa 40 Prozent der Verbraucher ihre Einkäufe mit der Girocard.

Nicht mehr ganz so neu ist das kontaktlose Zahlen, das in der Regel bis zu einem Betrag zwischen 20 und 50 Euro möglich ist.

Deutsche bezahlen gerne mit Bargeld

Die Deutschen hängen am Bargeld, das ist Fakt. Doch es werden immer mehr Menschen, die ihre Einkäufe und Dienstleistungen mit Karte bezahlen. Im Zeitraum zwischen 2014 und 2015 gingen die Transaktionen mit Bargeld zurück, während die Transaktionen mit Giro- und Kreditkarten um sieben Milliarden Euro anstiegen. Dabei ist es nicht relevant, ob der Kunde seine persönliche PIN eingeben muss oder am ELV-Verfahren oder aber nur seine Karte auf das Terminal legen muss. Die Bezahlung mit Karte ist einfach eine bequeme und sichere Zahlungsweise unter einer Voraussetzung: PIN und Karte gehören getrennt voneinander aufbewahrt!

Vorteile

Die Vorteile der bargeldlosen Zahlungsweise sind vielfältig. An den Kassen der Supermärkte muss man in der Geldbörse nicht lange das Kleingeld zählen; die Schlange an der Kasse ist schon lang genug. Kartenzahlung geht schnell und unkompliziert. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Zahlung mit Giro- oder Kreditkarte sicher ist. Geht die Karte verloren oder wird sie von Unbefugten entwendet sperrt der Karteninhaber seine Karte. Für den Dritten ist die Karte dann wertlos – Bank und Kartengesellschaft verweigern die Zahlung.

Doch nicht nur Verbraucher haben Vorteile durch die Bezahlung mit Karte, auch die Unternehmer haben Vorteile. Fakt ist, Kunden, die mit Bargeld bezahlen, achten darauf, dass sie nicht mehr einkaufen als das, was sie auch mit Bargeld bezahlen können. Verbraucher, die mit Karte zahlen, haben diese Sorgen nicht. Sie kaufen in der Regel mehr ein als sie wollten, weil sie wissen, Kartezahlung wird akzeptiert und sie brauchen nicht wirklich auf die Höhe des Rechnungsbetrages achten. Dies bedeutet: Mit der bargeldlosen Zahlung erhöht sich für das Unternehmen der Umsatz.

EC Geräte für Friseure, Pizza Services, Ärzte & mehr

Es ist nun einmal der Lauf der Zeit: Dinge ändern sich! Mit jeder Veränderung kommen Befürworter und Kritiker auf den Plan; das ist auch mit Bargeld und dem sogenannten „Plastikgeld“ der Fall. Damit Kunden mit Karte bezahlen können brauchen Händler ein Terminal.

Stationäre Terminals sind mit einem Kabel mit Internet- oder Telefonanschluss verbunden. Diese Terminals brauchen einen festen Standort. Anders sieht es mit portablen Terminals aus; diese arbeiten über WLAN oder Bluetooth; im Umkreis der Basisstation können diese Terminals eingesetzt werden. Sie funktionieren etwa wie ein kabelloses Telefon; die Basis hat ihren festen Standort; das Telefon kann man in ein anderes Zimmer nehmen. Um einiges flexibler sind mobile Terminals, die über GPRS bzw. Mobilfunk arbeiten. Diese Geräte sind nicht an einen festen Telefon- oder Internetanschluss gebunden; sie funktionieren wie ein Smartphone.

Die Bezahlung von Einkäufen und Dienstleistungen mit Giro- oder Kreditkarte gehört hauptsächlich für junge und jung gebliebene Menschen zum Alltag. Meist ist es die ältere Generation, die ohne Bargeld, sprich Scheine und Münzen nicht auskommt. Lokale Ladengeschäfte kommen ohne EC-Terminal nicht aus; große Supermärkte akzeptieren zum großen Teil neben Girocard auch reine Kreditkarten wie Visa, American Express und andere.

Zahlung mit Karte ist heute üblich

Wer heute zum Friseur geht wird an der Kasse automatisch gefragt: Zahlen Sie bar oder mit Karte? Für Friseursalons eignen sich stationäre und portable Terminals gleichermaßen, wobei sich eine Reihe Friseursalons für portable Terminals entscheiden, weil sie damit flexibler arbeiten können. Einzelhändler und Supermärkte hingegen ziehen stationäre Terminals vor, weil sie damit auch gleich den Kassenschnitt haben.

Eines der Unternehmen, die sehr früh die Zahlung mit Karte angeboten hat, ist die Post. Dies mag daran liegen, dass die Postbank in größeren Postfilialen kleine Außenstellen hat, doch belegt ist diese Annahme nicht. Sind wir in einer der Postfilialen und wollen mit Karte bezahlen, dann holt der Mitarbeiter ein portables Terminal und wir können bequem mit der Karte zahlen.

Auch Tankstellen haben kurz nachdem der Trend zur Kartenzahlung erkennbar war, die Zahlung mit Karte angeboten. In der Regel werden bei Tankstellen nicht nur Giro- und Geldkarten akzeptiert, sondern auch reine Kreditkarten wie Visa, American Express, MaestroCard und andere. Die Aufzählung der einzelnen Kreditkarte ist so umfangreich – sie würde den Rahmen sprengen.

Im Bereich Gastronomie finden wir üblicherweise portable Terminals. Diese gestalten den vorhandenen Service noch hochwertiger. Warum ist das so? Weil Kellnerinnen und Kellner mit dem Terminal zum Tisch des Gastes gehen können, damit der Gast bequem am Tisch sitzen bleiben und mit Karte seine Rechnung bezahlen kann. Nicht nur große Restaurants und Hotels bieten die bargeldlose Bezahlung an, auch kleine Bistros, Cafés und Gaststätten haben die Vorteile der Kartenzahlung längst erkannt.

Einige Kosmetikstudios, Fotostudios und Dienstleister, die beispielsweise medizinische Fußpflege anbieten konnten sich noch nicht zu einem Terminal durchringen. Sie scheuen die Transaktionsgebühren; die nun wirklich nicht hoch sind. Wer spart was das Zeug hält ist letzten Endes der Verlierer, denn auch für diese Dienstleistungen und Käufe wollen immer mehr Kunden mit Giro- oder Kreditkarte bezahlen.

Wer mit Kreditkarte bezahlt kauft meist mehr ein; diese Tatsache hat viele kleine Foto- und Kosmetikstudios dazu gebracht, sich ein portables Terminal anzuschaffen. Ganz besonders beliegt sind Ingenico iWL 25o WLAN und Bluetooth sowie Verifone VX680 WLAN; je nachdem welche Verbindung vorgezogen wird. Diese beiden Terminals bietet CashforLess zu einer unglaublich preisgünstigen Mietpauschale an. Diese Geräte finden wir auch in kleineren lokalen Ladengeschäften wieder. Überall dort, wo man keinen Platz für ein stationäres Terminal hat oder flexibel bleiben will, sind portable Terminals zu finden.

Haben Sie schon einmal versucht im Taxi mit Karte zu bezahlen? Wir haben festgestellt, auch viele Taxiunternehmer bieten die Bezahlung der Fahrt mit Karte an. Sicher, dies ist noch nicht bei allen Taxis der Fall, deshalb sollte man dies bei der Bestellung des Taxis gleich erwähnen. Taxis nutzen mobile Terminals wie das Ingenico iWL250 gprs oder das Verifone VX680 gprs. Damit hat sich diese Branche auf Touristen eingestellt, die in der Regel mit Karte bezahlen.

Paketdienste haben den Vorteil von Kartenzahlungen längst erkannt. Für die Auslieferer ist es sicherer, wenn sie wenig Bargeld mit sich tragen. Dies gilt auch für andere Lieferdienste, wie beispielsweise für die Lieferdienste von Pizzas, kompletten Menüs oder anderen Dingen. Für diesen Personenkreis ist, wie auch Taxifahrer, eines der bei CashforLess im Angebot erhältlichen mobilen Terminals.

Im Grunde sind EC-Terminals, idealerweise mit Zusatzvertrag für die Akzeptanz von Kreditkarten, für lokale Geschäfte, unabhängig von ihrer Größe, unverzichtbar, wenn sie ihre Kunden halten und neue Kunden hinzugewinnen wollen. Oft liegt es nicht am Angebot des Geschäfts, sondern daran, dass nur Bargeld akzeptiert wird.

Was die privaten Unternehmen können, können die Stadtverwaltungen auch. Ob Personalausweis, Reisepass oder Kirchenaustriff – alles kann mit Karte bezahlt werden. Meist nutzen Stadtverwaltungen portable Terminals, die keinen festen Standort brauchen und von jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter direkt zum „Kunden“ transportiert werden können. Das ist praktisch und zugleich ein Service, der sich bezahlt macht. Für finstere Gesellen lohnt es nicht dort einzubrechen, wo weitgehendst mit Karte bezahlt wird – sie finden dort außer Belegen kaum Bargeld, also nichts, was sich lohnt mitzunehmen.

 

Vorteile der bargeldlosen Zahlung

Kartenzahlung ist genauso sicher wie die Bezahlung mit Bargeld – jedenfalls, wenn der Ladenbesitzer darauf achtet, dass Kunden mit Karte und ihrer PIN bezahlen. Sobald die PIN eingegeben ist, gibt die Bank das OK oder verweigert die Zahlung. In den meisten Fällen steht auf dem Terminal „Wird bezahlt“; dies bedeutet, der Geschäftsinhaber bekommt garantiert sein Geld.

Wer Kosten sparen will, der entscheidet sich für ELV-Zahlung; die nichts anderes ist, als ein Lastschriftverfahren. Der Kunde unterschreibt auf dem Beleg und gestattet so dem Unternehmer den Rechnungsbetrag von seinem Konto abzubuchen. Die Bank bucht ab, sofern ausreichend Deckung auf dem Konto vorhanden ist. Oft zahlt sich diese Risikobereitschaft aus; doch ab und an muss der Unternehmer die langwierige Suche nach dem Schuldner starten, um an sein Geld zu kommen. Die sichere Zahlungsweise ist die Zahlung mit Karte und Eingabe der PIN, nicht nur für den Unternehmer, auch für den Kunden.

Schauen wir uns mal in der Stadt um! Viele Betreiber von Parkhäusern, aber auch die Stadt, die Parkuhren ihr Eigen nennt, bieten die Bezahlung der Parkgebühren mit Karte an. Kartenzahlung wird in vielen Geschäften, Verwaltungen angeboten, aber auch Parkuhren akzeptieren mittlerweile die Zahlung mit Karte. Bei Parkautomaten sind spezielle Terminals installiert, wie auch bei Fahrkartenautomaten vom öffentlichen Nahverkehr und der Deutschen Bahn. Welche Terminals dort eingebaut wurden kann man nicht erkennen; doch es sind Terminals, welche dieselbe Funktion haben wie stationäre, portable und mobile Terminals auch – allerdings werden hier in der Regel nur Girocard und Geldkarten akzeptiert.

Bargeld bezahlen beim Arzt – EC Geräte für Ärzte

Noch sind es wenige Ärzte, die Zahlung mit Karte akzeptieren. Meist geben sie diese Aufgabe an andere Unternehmen weiter, welche die Rechnungen erstellen und für den Eingang der Zahlung sorgen.

Doch eine Reihe von Ärzten, die viele Privatpatienten haben, stellte sich um und akzeptiert Kartenzahlung. Auch in Arztpraxen kommt ein portables Terminal zum Einsatz, das im Regal oder in einer Schublade auf seinen Einsatz wartet.

Bargeld bezahlen, wo immer es geht

Die Mehrzahl der jungen Menschen hat nur wenig Bargeld im Geldbeutel. Dies liegt daran, dass immer mehr Handtaschen entwendet werden; die Aufklärungsrate ist so verschwindend gering, dass man sie gar nicht nennen will. Diese Menschen sind auf der sicheren Seite, denn wenn sie ihre persönliche PIN nicht mit der Karte im Geldbeutel aufbewahren, sondern sie im Kopf haben, hat der Dieb einen schlechten Fang gemacht.

Smartphones sind bei jungen Menschen in der Regel nicht in der Handtasche, sondern in der Jacken- oder Hosentasche. Dort ist die PIN sicher aufbewahrt, wenn man sie nicht im Kopf behalten kann. Beispielsweise als Telefonnummer, als Geburtsdatum, wenn es die Zahlenkombination erlaubt oder in einer anderen, für den Karteninhaber sinnvollen Kombination.

Es ist heute an der Tagesordnung, und nicht nur bei jungen Menschen, dass sie mit der Karte bezahlen. Kaufen sie in kleinen lokalen Geschäften ein, dann fragen sie sofort, ob man mit Karte bezahlen kann. Ist dies nicht der Fall, geht der Kunde in der Regel zur Konkurrenz.

Schon allein wegen einer optimalen Kundenbetreuung ist es sinnvoll, Kartenzahlung anzubieten. Die haben auch Bäckereien und Metzgereien zum großen Teil begriffen und akzeptieren die Bezahlung von Brot und Wurst mit der Karte an. In kleinen Geschäften gibt es üblicherweise nur eine Kasse; dort ist der Standort des Terminals, obwohl meist ausschließlich portable Terminals genutzt werden.

Fazit

Kunden erwarten einen optimalen Service; Unternehmer die Bezahlung der Einkäufe oder Dienstleistungen. Für beide Interessen ist die Akzeptanz von mindestens Giro- und Geldkarten notwendig. Besser ist es, wenn auch Kreditkarten akzeptiert werden; doch die meisten Kunden sind mit der Akzeptanz von ihrer Girocard zufrieden.

Viel Bargeld mit sich zu tragen ist heute gefährlich, besonderen wenn man in der Stadt wohnt, zu Veranstaltungen geht oder an Orte, an denen sich viele Menschen aufhalten. So schnell wie die Handtasche weg ist kann man den entstandenen Schaden nicht ersetzen. Die Ausweispapiere, den Führerschein kann man neu beantragen und damit ersetzen; das Bargeld bleibt verloren; dies ersetzt niemand.

Was in vielen anderen Ländern schon lange zum Alltag gehört, kommt in Deutschland langsam aus dem Kindesalter heraus. Bargeld wird sicher nicht vollständig durch „Plastikgeld“ ersetzt, doch der Trend zeigt: Kartenzahlung wird auch für Senioren attraktiv.

 

Das Geschäft der Banken ist für viele Menschen nicht verständlich

Das Geschäft der Banken ist für viele Menschen nicht verständlich und doch wagen es zwei Unternehmen, eine Kreditkarte für Privatpersonen auf den Markt zu bringen. Apple und Goldman Sachs haben sich für diese Aufgabe gefunden; die Kreditkarte soll allerdings zuerst für die US-amerikanische Bevölkerung zugänglich sein, obwohl einige Experten sagen: Deutsche bräuchten eine solche Kreditkarte sehr viel dringender!

Apple Pay

Apple Pay will schon seit geraumer Zeit durchstarten, doch bisher steht dieser Bezahldienst noch in den Startlöchern. Damit hat Apple den Start verpasst und vielen anderen Unternehmen den Weg für einen solchen Bezahldienst frei gemacht. Bisher ist es jedoch nur PayPal gelungen, die Deutschen für seinen Bezahldienst zu gewinnen.

Wie das Wall Street Journal vor einigen Tagen berichtet hat, will sich Apple mit einer Kreditkarte nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland etablieren. Allerdings ist Apple nicht allein unterwegs, Goldman Sachs ist mit von der Partie, auch wenn sich das Unternehmen bisher noch nicht zu diesem Schritt äußern will.

Wenn die Kreditkarte von Apple und Goldman Sachs auf den deutschen Markt kommen sollte, würde diese den Banken, die hohe Kontenführungskosten verlangen, nicht nur Konkurrenz machen, sondern die Bankkunden aufrütteln und diese so zum Wechsel zu Apple animieren. Apple und Goldman Sachs können es sich finanziell leisten kostenlose Bankkonten anzubieten. Es gibt nur noch wenige Banken, die eine kostenlose Kontenführung im Angebot haben. Neben Online-Banken wie Comdirect bietet diesen Service im lokalen Bereich die TargoBank an.

Besonders für Menschen, die nur wenig Geld zur Verfügung haben, wäre eine Bank, wie sie Apple und Goldman Sachs planen, ein Geschenk.

 

Payback und Co. im Einsatz

Es ist erstaunlich, dass viele Menschen Kundenkarten wie Payback und andere bedenkenlos einsetzen, doch bei der Zahlung mit Karte haben sie Skrupel. Es ist die Meinung dieser Menschen, die sie noch mit Bargeld bezahlen lässt. Diese Meinung, dass man bei Kartenzahlung viele Daten ausspionieren kann, alle wissen, was man einkauft und welche Vorlieben man hat. Diese Meinung ist grundsätzlich falsch.

Sicher Easycash und andere Unternehmen, welche Kartenzahlungen abwickeln, brauchen die Daten des Karteninhabers, die PIN und den zu zahlenden Betrag. Ohne diese Daten können sie den Einkauf nicht bezahlen bzw. der Ladenbesitzer bekommt kein Geld. Allerdings kennen Easycash und Co. weder den Namen noch den Wohnort des Karteninhabers, sondern lediglich die Kartennummer und die Gesellschaft, welche die Karte ausgegeben hat. Auch ist diesen Unternehmen nicht bekannt was der Kunde eingekauft hat.

Zahlen mit Easycash

Easycash beispielsweise kennt nur die Bankverbindung bzw. die Gesellschaft, welche die Kreditkarte ausgegeben hat, den Kaufbetrag, den Zeitpunkt der Zahlung sowie die Nummer des Terminals, an welchem die Zahlung erfolgt. Die Personaldaten des Karteninhabers ermittelt Easycash nur dann, wenn der Kunde seinen Einkauf mit Karte und Unterschrift bezahlt und die darauffolgende Lastschrift des Händlers nicht eingelöst wird. Nur dann werden die Daten des Karteninhabers ermittelt, aber nicht für das Unternehmen selbst, sondern für den Händler, damit dieser zu seinem Geld kommt.

Easycash und andere Unternehmen im gleichen Bereich sind sogenannte Zahlungsdienstleister. Auch für gelten die Datenschutzbestimmungen. Daneben ist der Verkauf der Daten, die solche Unternehmen erhalten, nicht interessant, denn es fehlt die Zustimmung vom Karteninhaber, seine persönlichen Daten. Die Befürchtung, dass persönliche Daten durch die bargeldlose Zahlung verkauft werden, ist unsinnig.

Der Begriff NFC ist derzeit sehr aktuell

Der Begriff NFC ist derzeit sehr aktuell; doch was das bedeutet, wissen nur wenige. NFC – ausgeschrieben Near Field Communication – bedeutet nichts anderes als kontaktloses Bezahlen. Dies soll den Bezahlvorgang an den Kassen beschleunigen und für Kassiererin und Kunden erleichtern. Banken haben bereits viele Kredit- und Girokarten damit ausgestattet.

Jeder kennt die langen Schlangen an den Kassen der Supermärkte, besonders zu den Stoßzeiten

Berufstätige wollen noch schnell ihre Einkäufe erledigen, doch Senioren, die eigentlich zu anderen Zeiten einkaufen gehen könnten, sind bereits im Laden und stehen an den Kassen an. Es geht dabei nicht nur um das Anstehen in der Warteschlange, sondern vielmehr darum, dass an der Kasse die Cents gesucht werden. Die Suche nach Kleingeld nimmt eine Menge Zeit in Anspruch; da ist es eine Erlösung, wenn ein Kunde einfach kurz seine Karte an das Terminal hält und weitergeht.

Viele Verbraucher bezahlen ihre Einkäufe mit Giro- oder Kreditkarte, meist mit der Eingabe der persönlichen PIN. Wer seine PIN im Kopf hat, der bezahlt fast so schnell wie die Kunden, die über NFC bezahlen. Karten, die bereits mit NFC aktiviert sind, können bis zu einem Warenwert von 25 Euro bezahlen; mit der Visakarte bis zu 50 Euro.

Es kann jedoch auch vorkommen, dass bereits bei einer Summe unter 25 Euro die PIN abgefragt wird. Karteninhaber, die mit Karte ihre Einkäufe bezahlen wollen, die PIN aber nicht auswendig wissen, sollten diese bevor sie an die Kasse gehen, nochmals anschauen, damit die Bezahlung reibungslos und schnell verläuft. In keinem Fall ist die PIN bei der Giro- oder Kreditkarte aufzubewahren.

Bargeld hat in Deutschland immer noch einen sehr hohen Stellenwert

In anderen Ländern ist dies ganz anders, beispielsweis in den USA und Australien. Während bei uns auch hohe Rechnungen liebend gerne mit Bargeld beglichen werden, dürfen australische Verbraucher nur noch Rechnungen bis 10.000 australische Dollar in bar bezahlen. Dieser Betrag entspricht etwa 6.300 Euro. Für die australische Regierung ist dies eine Maßnahme gegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche. Woher Bargeld kommt, kann üblicherweise nicht wirklich nachvollzogen werden; jedenfalls dann nicht, wenn der Kontoinhaber keiner Beschäftigung nachgeht. Bei Kartenzahlung, Scheckzahlung oder Überweisung ist dies anders; diese Zahlungen gehen vom Bankkonto ab, bei Kartenzahlung wird die Rechnung vom Bankkonto des Karteninhabers abgebucht.

Es gibt in der EU nur noch acht Länder, in denen man auch hohe Rechnungen mit Bargeld begleichen kann. Diese Länder sind Österreich, Slowenien, Luxemburg, Litauen, Island, Malta, Zypern, Lettland. In Deutschland gibt es zwar kein Verbot, auch für Rechnungen über 10.000 Euro in bar zu bezahlen; doch es gibt Einschränkungen. Händler, die solche Zahlungen akzeptieren müssen sich den Ausweisweis des Kunden vorlegen lassen und die Daten dokumentieren. Dazu reicht es aus, dass der Händler den Ausweis kopiert.

Barzahlung für den Kauf von Immobilien ist in Belgien allerdings grundsätzlich verboten

In Italien beispielsweise liegt die Obergrenze unterhalb von 3.000 Euro (2.999,99 Euro), in Spanien für Ortsansässige bei 2.500 Euro; für die Personen, die nicht in Spanien leben, bei 15.000 Euro. Griechenland ist sehr streng; hier liegt die Obergrenze bei 500 Euro, während in Belgien die Obergrenze um einen Cent höher ist als in Italien; sie liegt bei 3.000 Euro. Barzahlung für den Kauf von Immobilien ist in Belgien allerdings grundsätzlich verboten.

Kreditkarten eignen sich nicht zum Sparen

Auch wenn der Trend eine ganz andere Richtung einschlägt – die Deutschen hängen am Bargeld. Dafür gibt es viele Gründe; Kreditkarten eignen sich nicht zum Sparen, sondern nur zum Geldausgeben. Bargeld im Haus ist für viele Menschen noch das Gefühl für Sicherheit.

Doch nicht alle Menschen denken so; geht man vom Weihnachtsgeschäft 2017 aus, so bezahlten mehr Menschen ihre Einkäufe mit Giro-, Geld- oder Kreditkarte. Sogar kleine Beträge wickelten viele Menschen mit Kreditkarte ab. Dennoch nimmt nach Beobachtungen der Schweizer Bank für Internationalen Zahlungsausgleich mit Sitz in Basel der Umlauf an Bargeld zu. Zur gleichen Zeit geschieht dies auch mit dem Einsatz von sogenanntem Plastikgeld.

Die deutsche Bundesbank schließt sich diesem Ergebnis an. Die ausgegebenen Banknoten stiegen von 348 auf 635 Millionen Euro im Zeitraum von 2009 – 2017 an. Von dieser riesigen Summe fließt ein Teil in Länder, die nicht der Euro-Zone angehören. In Deutschland selbst stieg die Nachfrage nach Bargeld um etwa 20 %. Gefragt waren allerdings hauptsächlich große Geldscheine; also Bargeld, das man nicht im Supermarkt ausgibt.

Ab 10.000 Euro nur mit Personalausweis

Allerdings muss bei Zahlungen ab 10.000 Euro der Personalausweis oder Reisepass vorgelegt werden. Mit dieser Maßnahme soll der Geldwäsche Einhalt geboten werden. Auch dient diese Maßnahme generell der Bekämpfung von Finanzierungen für Terroristen, wobei alle Bürger, die Bargeld besitzen, generell Verdächtige sind.

In der EU wird bereits über ein generelles Verbot diskutiert, das Geschäfte mit Bargeld ab 5.000 Euro verbietet. Dies hat nichts mit der Kriminalität zu tun; diese stieg bei Weitem nicht in dem Maße an wie der Umlauf von Bargeld.