Schaufensterscheiben mit Aufklebern auf Zahlungsmethoden

Die meisten Geschäfte und Tankstellen haben an ihren Schaufensterscheiben verschiedene Aufkleber, die ihre Kunden darüber informieren, welche Karten akzeptiert werden. Doch nur wenigen ist dies bekannt; die meisten Menschen betreten das Geschäft und fragen an der Kasse, ob ihre persönliche Kreditkarte akzeptiert wird. Wir wollen Ihnen einige Aufkleber vorstellen.

Der Aufkleber „girocard“ sagt aus, an der Kasse kann der Kunde mit seiner Girokarte bezahlen. In der Vergangenheit hatte diese Karte die Bezeichnung ec-Karte. Ec war die Abkürzung für electronic cash. Der Aufkleber zeigt eine Tastatur mit Zahlen, über die ein dicker blauer Pfeil ist und darüber der Begriff girocard steht.

Bei Kreditkarten sieht die Welt ein wenig bunter aus. Hier besagen die Aufkleber, welche Kreditkarten akzeptiert werden. In der Regel wird die VISA-Karte akzeptiert, in vielen Geschäften auch American Express und MasterCard. In Deutschland und auch im Ausland werden nicht alle Kreditkarten akzeptiert, deshalb vorher die Aufkleber anschauen oder an der Kasse nachfragen. Die Aufkleber enthalten immer die Bezeichnung der akzeptierten Kreditkarte.

Geldkarte

Die Geldkarte ist eine Karte, die zuerst mit Geld bestückt werden muss, bevor sie eingesetzt werden kann. Die Akzeptanz von Geldkarten gehört im Gegensatz zu Kreditkarten zur Standardausrüstung eines jeden Terminals. Auch girogo ist eine Geldkarte, die Akzeptanz findet. Beide Karten wurden von den Volks- und Raiffeisenbanken ausgegeben und haben bis Ende 2017 Gültigkeit. Danach wollen sich die ausgebenden Banken vom Geldkarten-System zurückziehen.

Diese kleine Information beschreibt die Giro- und Kreditkarten, die in Deutschland hauptsächlich im Umlauf sind. Aktuell ist auch V Pay aktuell; eine Karte, die wie die Girocard auch, nur innerhalb Europas Akzeptanz findet.

Verbraucher gehen mehr und mehr zur bargeldlosen Bezahlung ihrer Einkäufe und Dienstleistungen über. Wie reagiert die Finanzbranche darauf?

 

Richtig ist, in fast allen lokalen Läden wird Kartenzahlung akzeptiert. In einigen deutschen Städten ist es sogar möglich, an Automaten des öffentlichen Nahverkehrs, in Tiefgaragen die Gebühren und auch in der Kirche die Kollekte mit Karte zu begleichen. Im Jahr 2018 wird nach dem Willen der Europäischen Zentralbank der 500-Euro-Schein nicht mehr ausgegeben. Ganz nach dem Vorbild Schwedens, das als Vorreiter für die Abschaffung von Bezahlen mit Bargeld gilt, verbreitet sich auch in Deutschland die Kartenzahlung. Allerdings hinken wir noch weit hinter den Ländern her, für deren Bewohner die bargeldlose Bezahlung zum Alltag gehört.

Die neuesten Technologien erlauben es, über Near-Field Communication bereits kontaktlos zu bezahlen. Hier hält der Kunde Kreditkarte oder Smartphone kurz vor das Lesegerät und schon ist der Bezahlvorgang abgeschlossen. Auch kommt eine neue Währung ins Spiel, die sogenannten Bitcoins, eine Kryptowährung. Diese Währung ist eine digitale Währung, die auf Blockchain-Technologien ihre Basis hat. Noch ist diese Währung nicht weit verbreitet, doch Unternehmen, welche diese Währung anbieten, schießen derzeit aus dem Boden. Die digitale Währung hat allerdings den Nachteil, dass sie auf dezentralen Datenbanken basiert. Die dadurch Anonymisierung des Zahlungsverkehrs erleichtert Hackern Schadsoftwares zu installieren und auf illegale Weise Geld zu verdienen.

Bargeld wird immer weniger eingesetzt

Die Frage ist nicht, ob das Bargeld abgeschafft wird, sondern vielmehr, ob sich bargeldlose Zahlungsweise und digitale Währung weltweit durchsetzen wird. Für die Finanzbranche ist dies eine große Herausforderung, denn sie müssen ihre Geschäftsmodelle dem neuen Trend anpassen, wenn sie weiter bestehen wollen.

Die bargeldlose Bezahlung der Einkäufe gehört in vielen Ländern zum Alltag

In Deutschland ist jedoch immer noch der Hang zum Bargeld vorhanden, doch nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern heißt es „Cash is king“. Dennoch sind es Bürger vieler Länder, die ausschließlich ihre Einkäufe und georderte Dienstleistungen mit Karte bezahlen. Touristen fallen in einigen Ländern sogar auf, wenn sie Hot Dogs oder Hamburger bar bezahlen.

Schweden zeigt uns, wie einfach Kartenzahlung ist. Einige Läden in diesem Land nehmen schon gar kein Bargeld mehr an. Auch Indien setzt auf bargeldlose Zahlungen; hier hat der Staat einige Banknoten, die großen und mittelgroßen, buchstäblich über Nacht aus dem Verkehr gezogen und ungültig gemacht.

Angst mit Bargeld zu bezahlen

Doch es gibt auch Szenarien, die Angst vor dem Leben ohne Bargeld machen. Beispielsweise Angriffe von Hacker, die über Nacht sämtliche Geldautomaten lahm legen, keine Überweisungen oder Abbuchungen mehr getätigt werden können und die Supermärkte keine Chance haben, bargeldlose Bezahlung zu akzeptieren.

Nach Angaben der Bundesbank, die 2014 eine Studie ins Leben gerufen hat, zahlen in Deutschland immer noch etwa 80 Prozent ihre Einkäufe bar; wird jedoch der Umsatz als Basis genommen, sind es 53 Prozent. Auch in den Niederlanden, in Kanada, Frankreich und Österreich werden Einkäufe auch heute noch mit Bargeld bezahlt.

Von einer ganz anderen Seite zeigt sich Schweden, ein Land, das als erstes europäisches Land Geldscheine einführte. Heute nehmen viele Unternehmen in Schweden kein Bargeld mehr an. Besonders in der schwedischen Hauptstadt Stockholm wird in vielen Läden, Kneipen und auch im öffentlichen Nahverkehr nur noch Kartenzahlung akzeptiert.

Studie über Zahlungssysteme

Das Allensbacher Institut für Demoskopie machte eine Studie, welche die Initiative Deutsche Zahlungssysteme e. V. in Auftrag gab. Das Ergebnis überraschte, denn immerhin 32 Prozent der deutschen Verbraucher bevorzugt Kartenzahlung. Basis des Ergebnisses war eine Umfrage bei 1.400 Personen im Alter ab 16 Jahren. Damit hat die Kartenzahlung etwas besser abgeschnitten als im Jahr 2016, in welchem nur 29 Prozent Kartenzahlung bevorzugten.

Die Studie nahm sich die Altersgruppen vor, die vorwiegend mit Karte bezahlen. Die Gruppe im Alter zwischen 30 und 44 Jahren nutzen mit 51 Prozent effektiver die Bezahlung mit Giro- oder Kreditkarte. Im Vorjahr waren es noch 44 Prozent der Befragten. Ältere Menschen, die das 60. Lebensjahr erreicht oder überschritten haben, stehen der Kartenzahlung eher misstrauisch gegenüber. Wie bereits 2016 wird bei dieser Altersgruppe die bargeldlose Bezahlung nur von 15 Prozent der Befragten genutzt.

Kartenzahler werden statistisch immer jünger

Für eine Überraschung sorgte die Altersgruppe zwischen 16 und 29 Jahren. Hier bezahlen nur 38 Prozent der Befragten mit Karte; im Vorjahr waren es noch sechs Prozent weniger. Fast so viele Personen im Alter zwischen 45 und 59 Jahren bezahlen bargeldlos; hier sind es lediglich 36 Prozent, welche Kartenzahlung nutzen.

Ein Leben ohne Bargeld ist hauptsächlich für die Generation im Alter zwischen 16 und 29 Jahren vorstellbar. Dieser Meinung sind 60 Prozent der Befragten, denen eine Umstellung von Bargeld auf bargeldlose Zahlung leicht fallen würde. Dieser Meinung sind auch 58 Prozent der Verbraucher im Alter zwischen 30 und 44 Jahren, während die Altersgruppe ab 60 Jahren sich nur sehr schwer mit einer solchen Umstellung anfreunden kann.

Die Kreditkarte ist ein beliebtes Zahlungsmittel

Die Bezahlung von Einkäufen und Dienstleistungen mit Girocard oder Kreditkarte erfreut sich großer Beliebtheit. Sicher, Deutschland ist in Bezug auf Kartenzahlung auf der Liste weit unten zu finden. Die skandinavischen Staaten arbeiten bereits daran, dass Kunden nur noch bargeldlos bezahlen. In Deutschland ruft die Kartenzahlung die Datenschützer auf den Plan. Es geht hauptsächlich darum, dass personenbezogene Daten beim Bezahlprozess mit Girocard gespeichert werden.

Daneben sichern sich lokale Einzelhändler in der Form ab, dass sie vom Karteninhaber die Vorlage des Personalausweises oder Reisepasses fordern. Diese Forderung ist jedoch nicht gestattet, wenn der Kunde mit Karte und Eingabe seines persönlichen PIN bezahlt. Mit der Eingabe der PIN wird dem Händler in Echtzeit bestätigt, dass der geforderte Betrag bezahlt wird. Für den Händler ist dies eine sehr sichere Zahlweise.

Unterschrift

Fordert der Händler jedoch nicht den PIN sondern nur die Unterschrift des Kunden, kann er die Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises verlangen. Dies geschieht zu seiner Sicherheit, da der Händler am elektronischen Lastschriftverfahren teilnimmt, das für ihn keine Zahlungsgarantie der kartenausgebenden Bank bedeutet. Daneben ist eine Kontrolle sinnvoll, um Kartenmissbrauch zu vermeiden. Bezahlt der Kunde mit Karte und leistet seine Unterschrift, werden die Daten nur kurze Zeit gespeichert. Dies ist im Interesse des Händlers, der, wenn die Lastschrift nicht eingelöst wird, seine Forderung durchsetzen muss.

Nicht gestattet ist es dem Händler, den Personalausweis oder Reisepass zu fotokopieren. Die Speicherung von Name und Anschrift des Karteninhabers bleibt solange bestehen, bis das Kreditinstitut die Zahlung geleistet hat.

Wer heute an der Kasse mit Karte und Unterschrift bezahlt, braucht in der Regel kein Ausweisdokument vorlegen, dies ist nur in ganz seltenen Fällen der Fall.

Täglich bezahlen wir mit unserer Girocard Einkäufe und Dienstleistungen

Doch wie die bargeldlose Zahlung funktioniert, wissen wir im Grunde nicht. Im Geschäft fragt die Kassiererin lediglich: „Wie wollen Sie bezahlen?“. Wir sagen: „Mit Karte“. Klare Sache, in der Regel ist auch die Girocard gemeint. Wir geben unseren PIN ins Terminal ein, bestätigen und schon bald kommt die Antwort: „Wird bezahlt“. Der Kauf inklusiver Bezahlvorgang ist damit erledigt.

Was in der Vergangenheit die ec-Karte war, heißt heute Girocard. Es nicht irrelevant, ob wir unsere Girocard mit ec-Karte oder Karte bezeichnen, es ist in der Regel dasselbe System. Für uns Verbraucher ist das Bezahlen mit der Girocard einfach, doch im Hintergrund laufen Prozesse ab, die so komplex sind, dass man staunen kann.

PIN-Eingabe

Wir geben also unseren PIN ins Terminal ein, bestätigen und das Terminal leitet eine Offline-Transaktion ein. Damit erhält das Terminal Informationen über die Bonität des Karteninhabers; diese sind auf dem Chip der Karte vorhanden. Zu den Bonitätsinformationen gehört auch die Information, ob das Konto des Karteninhabers bei der letzten Kartenzahlung noch über ausreichend Deckung verfügte.

Es gibt auch Karten, bei denen die Transaktion nur online abgewickelt werden kann. Das Terminal baut deshalb eine Verbindung zwecks Autorisierungsanfrage über das Internet zum Kreditinstitut auf. Geprüft wird, ob die Karte gültig ist, das Limit der Karte für die Bezahlung ausreicht. Sobald die Anfrage vom Kreditinstitut bestätigt ist, kann der Bezahlvorgang abgeschlossen werden. Der Rechnungsbetrag wird vom Konto des Karteninhabers abgebucht. Bei Bezahlung mit Karte und PIN ist der Händler ebenfalls geschützt, denn ihm wird die Bezahlung garantiert.

Auch wenn sich die Deutschen schwer tun bargeldlos zu bezahlen, die Zahlung mit Karte wird immer beliebter

Besonders junge und jung gebliebene Menschen zücken an der Kasse ihre Girocard oder Kreditkarte. Für die nachfolgenden Kunden ist Kartenzahlung willkommen, denn derjenige, der bezahlen will, sucht nicht nach Kleingeld. Damit wird die Abfertigung der Kunden schneller und für die Kunden komfortabler.

Die Mehrzahl der Händler akzeptieren die Zahlung mit Karte und PIN. Sobald der Kunde seine PIN ins Terminal eingibt und die Bestätigung „Zahlung erfolgt“ erscheint kann sich der Händler sicher sein, dass er sein Geld bekommt. Der Händler nimmt am sogenannten EFT-Verfahren, dem Electronic Funds Transfer Terminal teil. Für den Händler ist dies ein sicherer Bezahlprozess, denn es erfolgen allein durch die Eingabe der PIN eine Reihe Sicherheitsabfragen.

ELV

Anders sieht es aus, wenn der Händler die Karte akzeptiert, den Kunden jedoch nur zur Unterschrift auffordert. Damit nimmt er am sogenannten ELV oder elektronischen Lastschriftverfahren teil. Dies bedeutet, ist das Konto des Karteninhabers gedeckt, wird die vom Händler veranlasste Lastschrift eingelöst. Die Bank kann, muss aber nicht die Lastschrift einlösen, wenn keine ausreichende Deckung auf dem Konto vorhanden ist. Lässt die Bank die Lastschrift platzen, hat der Händler die Aufgabe den Kunden ausfindig zu machen und ihn anzumahnen. Dies ist ein langwieriges Verfahren, bei dem der Händler nicht weiß, ob er überhaupt zu seinem Geld kommt.

Kartenzahlung ist für Verbraucher eine sichere Zahlweise. Sie brauchen nicht viel Bargeld mit sich zu tragen. Auch Händler profitieren von der bargeldlosen Zahlung; sie haben in ihrem Tresor weniger Bargeld liegen.

 

EC-Karte, Kreditkarte oder Barzahlung?

Oft wollen Kunden ihren Einkauf mit ec-Karte bezahlen und sind überrascht, dass Bargeld verlangt wird. Zwar werden Kartenzahlungen und auch die Akzeptanz dieser immer häufiger genutzt, doch noch sind nicht alle lokalen Geschäfte dafür bereit. Woran liegt das? Das liegt an den Banken, die Gebühren für jede Kartenzahlung verlangen. Wir kennen das, wenn wir Geld am Geldautomat einer fremden Bank abheben.

In den meisten Geschäften wird Kartenzahlung akzeptiert, zwar nicht immer mit Kreditkarten, doch ist die Bezahlung des Einkaufs mit Girocard, besser als ec-Karte bekannt. Einkäufe, die den Betrag von zehn Euro nicht erreichen, müssen in der Regel bar bezahlt werden. Bei anderen, wenigen Geschäften ist es sogar möglich, wenn der Einkauf mit Girocard bezahlt wird, kann der Kunde sogar, wie am Geldautomat, Bargeld „abheben“. An der Kasse wird er gefragt, ob er Bargeld abheben will; der Rechnungsbetrag lautet dann über die Summe der Einkäufe und der „Barabhebung“. Ein toller Service!

Keine Pflicht für Händler

In Deutschland besteht keine Pflicht gegenüber den Händlern, dass sie Kartenzahlung akzeptieren müssen. Besonders kleine Betriebe wie Metzgereien, Bäckereien, Eisdielen und Dienstleister wie Fußpflege, Pizzaservice bieten das bargeldlose Zahlungsverfahren nur ganz selten an.

Zahlt der Kunde mit Girocard wird für den Händler eine Gebühr von 0,2 Prozent des zu zahlenden Betrages fällig. Deshalb weichen einige Unternehmen zur Kartenzahlung mit Unterschrift aus, die für den Händler kostenlos ist. In diesem Fall wird nur geprüft, ob die Karte nicht gesperrt ist. Der Händler nutzt das Lastschriftverfahren, was für ihn ein großes Risiko bedeutet. Ist das Konto nicht gedeckt, bucht die Bank nicht ab. Auch steht dem Kunden ein Widerspruchsrecht zu.

Aufladbarer Chip auf der Kreditkarte

Auf jeder Zugangs- und Kreditkarte befindet sich ein Chip. Oft werden die Karten übereinander verstaut oder befinden sich ganz nah am Smartphone. Oft wird der Chip damit „behindert“ und Geld abheben oder den Zugang zu einem Gebäude haben wird erschwert, weil die Karte erst nach vielen Versuchen funktioniert.

Betroffen sind Geldkarten mit Kontaktlos-Funktion. Wenn diese Karten im Geldbeutel direkt oder auch nur nah beieinander aufbewahrt werden, geht so einiges schief, nicht immer, doch es kommt häufig genug vor. Zieht man die Karten aus der Geldbörse, hält sie unter das Lesegerät kann es passieren, dass man damit nicht zahlen kann. Es kann auch sein, dass Zahlungen auf die falsche Karte kommen oder sogar doppelt vom Konto abgebucht werden.

Experten

Deutsche Experten beruhigen die Verbraucher. Es sei nicht zu befürchten, dass an den Kassen der Supermärkte oder anderen Geschäften die Rechnungssummen doppelt abgebucht werden. Sobald der Leser am Terminal die Daten von zwei Karten erhält, kommt eine Fehlermeldung und das Terminal bricht den Vorgang ab. Der Kunde muss seine Karte nochmals präsentieren und erst wenn die korrekten Daten von einer Karte angezeigt werden, wird der Bezahlvorgang fortgesetzt.

Eine Wand aus Münzgeld schafft keine Abhilfe, sondern verstärkt den Effekt. Liegt die Chipkarte in einem Etui aus Metall, befindet sie sich bildlich in einem Käfig. Sie kann nicht mehr von außerhalb des Etuis angesprochen werden. Immer mehr Geldkarten haben die Möglichkeit zum Kontaktlos-Bezahlen. Die Karte wird dann nicht mehr in das Terminal gesteckt, sondern der Kunde hält sie darüber. Karten sollten nie übereinander gelegt werden, damit sie funktionsfähig bleiben.

 

Digitale Bezahlverfahren

Immer noch hängen die Deutschen am Bargeld, obwohl die Zahlung mit Karte oder dem digitalen Bezahlverfahren mehr Sicherheit bietet. Weit voraus ist Skandinavien; dort werden Hot Dogs, Kaffee und Zeitungen bereits bargeldlos bezahlt. In Dänemark und Schweden beispielsweise fallen Touristen auf, weil sie nach Münzen und Scheinen suchen. Börse-online hat die Trends ermittelt, die bis 2020 auch in Deutschland Einzug halten (sollen).

Warum Deutsche immer noch auf Bargeld fixiert sind und Skandinavier nicht, hängt von einigen Faktoren ab. Deutsche haben im Bargeld ein Grundvertrauen, in Technologie ein gewisses Misstrauen. Ursache hierfür ist auch geschichtliche Entwicklung, den Besonderheiten Deutschlands bezüglich den aktuellen Bezahlverfahren und dem Bedürfnis, Kontrolle über die Ausgaben zu haben. In der Schweiz werden Kartenzahlungen nur mit PIN akzeptiert; in Deutschland mal mit PIN, mal mit Unterschrift. Besonders bei älteren Menschen weckt dieser Unterschied Misstrauen.

Apple Pay

Apple Pay ist ein Bezahldienst, der Deutschland noch bevorsteht. Grund dafür ist, dass das iPhone hier nicht so verbreitet ist wie in anderen Staaten. Deutsche bezahlen lieber mit der Girocard; nur wenige mit reinen Kreditkarten und noch weniger mit dem digitalen Bezahlverfahren.

Die Richtlinien für Zahlungsdienste der EU treten erst 2018 in Kraft. Apple Pay beispielsweise führt die Zahlungen nicht selbst durch, sondern stoßt diese nur an. Die Bank, bei welcher der Verbraucher Kunde ist, führt letztendlich die Zahlung aus. Eine weitere Neuerung ist, dass im Gegensatz zu heute der Kunde entscheidet, wer auf seine Daten zugreifen darf – für viele Menschen stellt dies eine Überforderung dar.

Auch im Jahr 2020 werden wir mit Karten bezahlen, haben wahrscheinlich auch Möglichkeit zur kontaktlosen Zahlung.