Deutschland hängt in punkto Digitalisierung hinterher

Deutsche hängen immer noch an Bargeld. Für viele ist es die Angst ihre Datenspuren zu hinterlassen. Während in vielen anderen Ländern Bargeld weitgehend ausgedient hat, wird in Deutschland zum großen Teil der Einkauf mit Scheinen und Münzen bezahlt. Aus Sicht von Reportern und Finanzexperten ist dies ein Beleg dafür, dass Deutschland in Bezug auf die Digitalisierung rückständig ist.

Dabei ist es so einfach mit der Karte an der Kasse zu bezahlen. Junge Menschen nutzen schon die Bezahlung der Einkäufe via Smartphone. Doch für einige Menschen steht die Zahlung per Karte für die Schuldenfalle, weil der Überblick über die Ausgaben verloren gehe. Mit Bargeld kann man besser wirtschaften.

Bargeldlos zahlen

Dies sind Vorurteile, denn auch mit der bargeldlosen Bezahlung kann man seine Ausgaben immer im Blick haben und entsprechend wirtschaften. Andere haben Angst, dass sie mittellos dastehen, wenn die Bank in Insolvenz gerät. Unser Fazit ist, die einzigen, die an der Zahlungsweise mit Karte gewinnen sind wieder einmal die Banken.

Die deutsche Bundesbank machte eine Studie und stellte fest, dass 88 Prozent der Deutschen auch in Zukunft mit Bargeld bezahlen wollen. Dabei ist die Zahlung mit Karte sehr sicher, schon allein deswegen, weil man nicht viel Bargeld mit sich tragen muss.

In Dänemark sieht das ganz aus! Bereits 2015 bezahlten die Dänen ihre Einkäufe und Dienstleistungen, auch mit kleinen Beträgen bereits mit Karte. Experten sehen den Grund an der in Deutschland vorhandenen mangelnden Infrastruktur, die es den Menschen schwerer macht mit Karte zu zahlen. Es wird Zeit, dass die Menschen umdenken, denn die Zahlung mit Karte ist eine sichere Zahlungsmethode.

Schweden haben weniger als 10 Kronen in bar dabei

Was die bargeldlose Zahlungsweise angeht machen die Schweden den Deutschen einiges vor. Wenn den Umfragen Glauben schenken darf, dann hatte jeder Schwede, vom Baby bis zum Senior weniger als 10 Kronen an Bargeld in seiner Tasche. Selbst das Bier an der Bar oder im Hotel wird mit Karte bezahlt. Touristen aus Deutschland fallen in Schweden und Dänemark auf, nicht etwa, weil sie sich daneben benehmen, sondern weil sie mühsam Münzen und Scheine abzählen und dann doch zu hören bekommen: Mit Karte wäre es dem Unternehmer lieber.

Der Gegensatz fällt beim Bezahlen der Einkäufe auf: In Deutschland bezahlen mehr als 80 % der Verbraucher ihre Einkäufe mit Bargeld; in Schweden bezahlen mehr als 80 % der Verbraucher ihre Einkäufe mit Karte. Die bargeldlose Zahlungsmethode hat sich in mindestens in den schwedischen Städten so etabliert, dass man selbst auf dem Flohmarkt bargeldlos zahlen kann. Nach Angaben der Deutsch-Schwedischen Handelskammer will jeder zweite schwedische Einzelhändler bis 2025 Bargeld komplett abschaffen.

Bargeld wird auf Dauer immer weniger

Für uns Deutsche ist 2025 und ohne Bargeld ein gefühlter kurzer Zeitraum. Die Verbraucher in Deutschland haben sich schon aufgeregt, als die Europäische Zentralbank den 500-Euro-Schein abschaffte. In Sachen bargeldlose Zahlungsweise sind uns nicht nur die Schweden um viele Längen voraus, auch in Dänemark und den USA wird hauptsächlich die bargeldlose Zahlung von Einkäufen und Dienstleistungen praktiziert.

Wenn wir uns vorstellen, dass sich auch die digitale Währung in einigen Ländern wie Japan durchsetzt, dann fühlen sich die meisten Menschen, insbesondere ältere Leute hoffnungslos überfordert. Dabei ist die bargeldlose Zahlungsweise die sicherste, denn Karten kann man sperren lassen; Bargeld nicht!

 

Überall bargeldlos zahlen, das ist die Zukunft

 

Fakt ist, die Bezahlung mit Karte oder gar kontaktlos wird immer beliebter, insbesondere bei jungen und junggebliebenen Menschen. Daneben ist es an vielen Tankstellen und Supermärkten möglich, neben der Bezahlung auch noch Bargeld abzuheben. Das spart den Weg zum nächsten Geldautomaten.

Doch vor Betrug ist man nie sicher. Das ist auch beim Bezahlen mit Karte der Fall. Zwei Dinge vorweg: Bei der Eingabe der PIN immer sicherstellen, dass keine dritte Person die Zahleneingabe sehen kann. Und zweitens, PIN und Karte immer getrennt aufbewahren, idealerweise ist die PIN nicht schriftlich sondern fest im Gedächtnis verankert.

Sicher bargeldlos bezahlen

Ist es Unbefugten gelungen die Kredit- oder Girokarte dem Inhaber zu entwenden, dann kann dieser lediglich für kleine Beträge einkaufen und dies auch nur bei einigen Karten. Aktuell reicht es aus, wenn der Inhaber der Karte diese auf das Terminal legt. Die Eingabe einer PIN ist in solchen Fällen nicht notwendig. Geht die Karte verloren, kann der Dieb nur für Beträge zwischen 25 und 30 Euro einkaufen.

Wer bei einer Tankstelle oder in einem Supermarkt mit der Bezahlung der Waren gleichzeitig Bargeld abheben will, der sollte vorsichtig sein. So schön wie es auch ist zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, so gefährlich ist das auch. Viele Kunden, die hinter dem Karteninhaber stehen, sehen, wie viel Geld er in bar erhält.

Allerdings kann man in den meisten Supermärkten erst ab einem Einkaufswert von mehr als 20 Euro Bargeld abheben. Die Höchstgrenze für diese Barabhebung im Supermarkt und an der Tankstelle liegt in der Regel bei 200 Euro.

Die Herstellung von Münzen ist teurer als die von Plastikkarten

Man kann es kaum glauben; die Herstellung von Geldscheinen und Münzen kostet viel Geld. Das gilt auch für die Aufbewahrung. Dies sind zwei gute Gründe warum viele Notenbanken davon träumen, dass unsere Gesellschaft bargeldlos wird. Was die Notenbanken wollen ist jedoch nicht im Sinne der Bürger. Bargeld ist überlebt, so die Meinung von Kenneth Rogoff (Harvard-Ökonom) und Apple-Chef Tim Cook.

Allerdings ist es für die Zentralbanken eine elegante und einfache Lösung für das Ermöglichen einer Negativzinspolitik und zwar einer uneingeschränkten. Doch sehr viele Bürger haben keine Lust auf Geldscheine und Münzen zu verzichten, auch wenn sie nur noch kleine Summen bar bezahlen. Sparkasse und der Württembergische Genossenschaftsverband fordern deshalb, dass die Menschen die Freiheit haben zu wählen, ob sie bar oder bargeldlos bezahlen.

Die deutsche Politik sieht das genauso. Die AfD beispielsweise schreibt in ihrem Grundsatzprogramm fest, dass es ein bürgerliches Freiheitsrecht ist mit Bargeld zu bezahlen. Bargeld soll ein gesetzliches Zahlungsmittel bleiben.

Bargeld soll bleiben

Die Europäische Zentralbank hingegen sieht die Geldscheine, jedenfalls die großen Scheine, im Aus. Nicht mehr gedruckt werden 500-Euro-Scheine, die Geschäfte ab 2019 auch nicht mehr akzeptieren müssen. Andere Länder haben für Barzahlungen Obergrenzen; beispielsweise Frankreich und Spanien.

Allerdings hat Bargeld auch Vorteile, die wollen wir nicht vergessen! Kinder freuen sich über das Geräusch, das Bargeld macht, wenn es im Sparschwein landet. Trinkgelder werden in Deutschland grundsätzlich bar bezahlt.

Doch es gibt bereits Widerstand gegen die kleinen Münzen. So sollten die Geschäfte ihre Preise auf- oder abrunden, damit die Ein- und Zwei-Cent-Münzen aus dem Verkehr gezogen werden; doch hier spielte das Finanzamt nicht mit, das Projekt wurde abgebrochen.

 

Zahlung mit einer App

Auch wenn in Deutschland das Bargeld so beliebt ist wie in kaum einem anderen Land wird die Zahlung von Waren und Dienstleistungen mit Karte immer mehr genutzt. Die Banken vereinfachen die bargeldlose Zahlung; sie ermöglichen ihren Kunden nicht nur die Zahlung mit Karte, sondern auch die Zahlung mit App. Das ist sinnvoll, denn auch wenn viele Verbraucher ihre PIN nicht auswendig wissen; ihr Smartphone haben sie jedoch immer in der Tasche.

Die Banken ziehen Step for Step nach; die großen Super- und Drogerie-Märkte sowie viele Kaufhäuser haben das bereits getan. Sie haben ihre Terminals entsprechend umrüsten lassen oder gar durch neue Terminals, die auf dem aktuellen technischen Stand sind, ersetzt. Die Zahlung mit der App ist vor allen Dingen bei jungen Menschen beliebt. Doch leider funktioniert dies ausschließlich auf Smartphones mit Android-System. Dieses Jahr noch will Apple einen Bezahldienst, den sogenannten Apple Pay, auf den deutschen Markt bringen.

Keine Schlangen mehr an den Kassen

Ziehen wir kurz Bilanz. Folgen Sie uns in den Supermarkt, idealerweise gleich in den Kassenbereich. Wir stehen in der Schlange, einige Kunden bezahlen mit Karte – das geht schnell. Andere suchen in ihrer Geldbörse nach Kleingeld – das kann dauern. Sehen Sie den Unterschied? Wenn alle Kunden mit Karte bezahlen, sind die Schlangen vor den Kassen viel kleiner.

Außerdem ist der bargeldlose Zahlungsverkehr viel sicherer. Dafür gibt es viele Argumente. Befürworter für den bargeldlosen Zahlungsverkehr sind sich darüber einig, dass kriminelle Geschäfte in der Regel mit Bargeld zu tun haben. Das gilt auch für Schwarzarbeit und, was dem Staat zu schaffen macht, für Steuerhinterziehungen.

WeChat oder Alipay als Zahlungsmittel

Während man in Deutschland immer noch am Bargeld hängt wird im fernen China bereits größtenteils bargeldlos bezahlt. Das Interessante daran ist, dass Wirecard und Heinemann, Betreiber von Flughafen-Shops ihre Füße in die Tür des chinesischen Bezahlmarktes haben. Die Reisenden können in den Shops per App von WeChat oder Alipay ihre Einkäufe bezahlen.

Doch nicht nur in den Flughafen-Shops bezahlen die Chinesen bargeldlos, sondern auch zu Hause. Der Clou ist, dass die Chinesen die Kreditkarte buchstäblich überrannt haben und ausschließlich mit der App bezahlen. Die Gebühren sind für Ladenbesitzer sehr niedrig; deshalb haben diese auch sehr schnell auf diese Methode des Bezahlens umgestellt. Es werden ein Yuan Gebühren fällig bei Einnahmen von 1.000 Yuan.

Bargeldlos in China?

Auch die chinesische Regierung ist von der bargeldlosen Zahlweise beeindruckt. Seit 2015 dürfen Chinesen ihre Rechnungen für Wasser, Gas und Strom mit ihrem Smartphone bezahlen ebenso wie die Fahrten mit den U-Bahnen. Doch nicht nur die Verbraucher und die Regierung in China haben sich auf das Bezahlen per App eingestellt, auch die Bettler lassen sich die „Spenden“ der Geber über das Smartphone überweisen.

Geld wird in vielen Geschäften und Restaurants in China nur noch mit Widerwillen akzeptiert. Zwar betonte die chinesische Zentralbank kürzlich noch einmal, dass Bargeld ein gesetzliches Zahlungsmittel sei und angenommen werden muss. In China sieht die Realität jedoch ganz anders aus.

Alipay und WeChat teilen sich den Bezahlmarkt in China größtenteils auf. Beide halten gemeinsam 80 % des Bezahlmarktes im Reich der Mitte. Auch Apple muss die Zahlung über Alipay akzeptieren; vorher konnte nur mit Apple Pay bezahlt werden.

Was in Schweden seit mehr als sechs Jahren möglich ist, soll jetzt auch in Deutschland möglich sein und werden

Nachdem in den meisten lokalen Geschäften die Zahlung mit Giro- und Kreditkarte machbar ist, soll nun auch der kirchliche Klingelbeutel die bargeldlose Zahlung akzeptieren. Ein Beispiel sollten sich die Kirchen nicht nur an Schweden nehmen, sondern auch an der Church of England, die seit März diesen Jahres Spenden akzeptiert, die über Mobile Payments erfolgen. Frankreich experimentiert noch und in Deutschland soll die bargeldlose Bezahlung von Spenden wahr werden.

Vorreiter ist die evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, die ein hochmodernes Payment-Gerät den Kirchgängern zur Verfügung stellt, damit sie die Kollekte mit Karte bezahlen können. Interessant ist, dass dieses Terminal nicht nur Girocard, sondern auch reine Kreditkarten akzeptiert.

Terminals gibt es auch in der Kirche

Und weil wir Deutschen so an unserem Bargeld hängen wird auch weiterhin der Klingelbeutel durch die Bankreihen gereicht werden, damit jeder seinen Obolus entrichten kann.

Die Terminals in der Kirche sind ganz normale Terminals, allerdings akzeptieren sie nur einen maximalen Betrag von 25 Euro. Damit fällt die Eingabe der PIN weg. Will der Kirchgänger mehr spenden muss er seine PIN eingeben oder die Spende mit seiner Unterschrift bestätigen und nimmt bei Letzterem am Lastschriftverfahren teil.

Kirchen akzeptieren bargeldlose Spenden, weil die Banken für Bareinzahlungen Gebühren verlangen. Besonders auf dem Land, wo die Banken kaum noch Zweigstellen haben, müssen für die Bareinzahlung aufs Konto lange Wege in Kauf genommen werden.

Im Dezember dieses Jahres testen die evangelischen Kirchen die Akzeptanz der bargeldlosen Spendenzahlung. Eine Kirche macht den Anfang – welche Kirche folgt?

Zusatzentgelte

Per Gesetz ist es seit dem 13. Januar 2018 Händlern untersagt für die Zahlung mit Giro- und Kreditkarte Zusatzentgelte zu verlangen. Die meisten Unternehmen halten sich daran – doch es gibt Ausnahmen. Bei der Wettbewerbszentrale können Verbraucher die Händler melden, die Aufschläge für die bargeldlose Bezahlung der Waren berechnet haben. Seit Januar 2018 beschwerten sich dort mehr als 200 Verbraucher. Die Zahlungsentgelt-Beschwerdestelle wurde mit inkraft treten des Gesetzes neu eingerichtet.

Dabei geht es nicht nur um eine Branche – betroffen seien, so die Information der Zentrale zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs, fast alle Branchen. Nach dem Willen des Gesetzgebers dürfen keine zusätzlichen Entgelte für die Zahlung per Überweisung, Kreditkarte und SEPA-Lastschriftverfahren erhoben werden.

Per Gesetz bestimmt

Mit diesem Gesetz wird das Monopol der Banken gebrochen. Bis 12. Januar 2018 hatten Banken das Monopol für den Zugriff auf die Kontendaten ihrer Kunden. Payment Service Directive bricht dieses Monopol. In Zukunft müssen Banken, so der Wille der EU, auch Drittanbietern ermöglichen, auf Daten und Konten ihrer Kunden zugreifen zu können. Damit soll der Wettbewerb belebt werden; doch langfristig kann diese Regelung mit Banken in Bedrängnis bringen. Unter Druck geraten, so die herkömmliche Meinung, die klassischen Banken.

Verbraucher müssen nicht befürchten zum gläsernen Kunden zu werden. Auch dürfen Unternehmen nicht unkontrolliert auf die Daten der Kunden zugreifen. Die Kunden müssen den Unternehmen ausdrücklich den Zugriff erlauben; die Unternehmen dürfen nur für den genehmigten Zweck auf die Daten bei der Hausbank nachfragten. Verboten hat die EU ausdrücklich das gesteuerte Auslesen von Daten der Girokonten. Das Girokonto gibt üblicherweise Auskunft darüber, welche Gewohnheiten der Konteninhaber hat, wie er zahlt und wo er bestellt.

 

Mobile Payment

Mit dem Mobile Payment haben sich die Deutschen noch nicht anfreunden können. Während in den USA diese Zahlungsmöglichkeit mehr als 60,1 Millionen Verbraucher nutzen sind es in unserem Land gerade mal 2,2 Millionen. Es ist eben immer noch so, dass wir Deutschen an unserem Bargeld hängen. Eine Umfrage von Marktwächter Finanzen ergab, dass fast alle Teilnehmer noch nie mit dem Smartphone bezahlt haben.

Selbst die Verbraucher, die mit dem Smartphone bezahlen, bleiben dabei doch eher zurückhaltend. Der durchschnittliche Betrag bei der Bezahlung mit dem Smartphone beläuft sich in Deutschland auf 80 Euro. In den USA sind es pro Nutzer 1.838 Euro, in Großbritannien 1.683 Euro je Nutzer.

Google Pay am deutschen Markt

Mit Google Pay wagt sich Google auf den deutschen Markt und will die Deutschen dazu bringen mit dem Smartphone zu bezahlen. Große Supermärkte wie Lidl Süd, Media Markt und Adidas wollen den Start mitmachen.

Für Google wird es schwer die Deutschen zum Bezahlung mit dem Smartphone zu bringen. Für viele Nutzer ist das Smartphone ein besseres Telefon, auf dem man auch Nachrichten senden und empfangen kann. Die deutsche Jugend ist das schon aktiver auf dem Smartphone tätig. Die Frage, die sich stellt, lautet: Hat Google Pay mehr Chancen als Apple Pay?

Das bleibt abzuwarten, denn nach wie vor hängen die Deutschen an ihrem Bargeld. Bis heute bezahlen die meisten Menschen im Supermarkt ihren Einkauf bar und zählen langsam, aber hartnäckig ihre Cent- und Euro-Geldstücke der Kassiererin vor. Sicher, es gibt auch viele Menschen die mit Giro- oder Kreditkarte bezahlen, doch die man nicht richtig an der Kasse, denn sie haben ihren Einkauf schnell abgeschlossen.

Bargeld gegen „Plastikgeld“

Bargeld gegen „Plastikgeld“ – das ist in Deutschland immer noch ein Thema, während in anderen Ländern die Kartenzahlung zum Alltag gehört. Bargeldlos an der Kasse seinen Einkauf bezahlen ist eine komfortable und schnell erledigte Geschichte. Im Gegensatz dazu sucht der Kunde an der Kasse sein Kleingeld zusammen, um den Zahlbetrag möglichst genau zu begleichen. Er achtet nicht auf die Menschenschlange, die sich hinter ihm gebildet hat und immer länger wird.

Eine Umfrage ergab jetzt, dass die Zahlung mit Karte das Bargeld immer mehr in den Hintergrund schiebt. Dennoch bleibt Bargeld bei den Deutschen das Zahlungsmittel, auf das sie nicht verzichten wollen. Dies betrifft hauptsächlich ältere Menschen, die sich nicht an die Zahlung mit Karte gewöhnen können oder wollen. Dies ist auch die größte Gruppe, die sich mit den höchsten Beträgen an Bargeld versorgt. Dabei ist diese Gruppe diejenige, welche Taschendiebe und andere finstere Gestalten als Zielgruppe ausgewählt haben.

EC-Karte gegen Scheck

Die Girokarte ist die Nachfolgekarte der EC-Karte, die im Januar 1968 eingeführt wurde. Damals wurde die Nummer der Karte auf den Scheck geschrieben, der dann für das Bezahlen des Einkaufs verwendet wurde. Nach und nach wurden Schecks nicht mehr benutzt, denn man konnte mit der EC-Karte bargeldlos an der Kasse bezahlen. Die Nachfolgerin der EC-Karte, die Girocard ist heute das beliebteste Zahlungsmittel, danach kommen die reinen Kreditkarten. Immerhin bezahlen im lokalen Einzelhandel etwa 40 Prozent der Verbraucher ihre Einkäufe mit der Girocard.

Nicht mehr ganz so neu ist das kontaktlose Zahlen, das in der Regel bis zu einem Betrag zwischen 20 und 50 Euro möglich ist.