Der Begriff NFC ist derzeit sehr aktuell

Der Begriff NFC ist derzeit sehr aktuell; doch was das bedeutet, wissen nur wenige. NFC – ausgeschrieben Near Field Communication – bedeutet nichts anderes als kontaktloses Bezahlen. Dies soll den Bezahlvorgang an den Kassen beschleunigen und fĂŒr Kassiererin und Kunden erleichtern. Banken haben bereits viele Kredit- und Girokarten damit ausgestattet.

Jeder kennt die langen Schlangen an den Kassen der SupermĂ€rkte, besonders zu den Stoßzeiten

BerufstÀtige wollen noch schnell ihre EinkÀufe erledigen, doch Senioren, die eigentlich zu anderen Zeiten einkaufen gehen könnten, sind bereits im Laden und stehen an den Kassen an. Es geht dabei nicht nur um das Anstehen in der Warteschlange, sondern vielmehr darum, dass an der Kasse die Cents gesucht werden. Die Suche nach Kleingeld nimmt eine Menge Zeit in Anspruch; da ist es eine Erlösung, wenn ein Kunde einfach kurz seine Karte an das Terminal hÀlt und weitergeht.

Viele Verbraucher bezahlen ihre EinkĂ€ufe mit Giro- oder Kreditkarte, meist mit der Eingabe der persönlichen PIN. Wer seine PIN im Kopf hat, der bezahlt fast so schnell wie die Kunden, die ĂŒber NFC bezahlen. Karten, die bereits mit NFC aktiviert sind, können bis zu einem Warenwert von 25 Euro bezahlen; mit der Visakarte bis zu 50 Euro.

Es kann jedoch auch vorkommen, dass bereits bei einer Summe unter 25 Euro die PIN abgefragt wird. Karteninhaber, die mit Karte ihre EinkÀufe bezahlen wollen, die PIN aber nicht auswendig wissen, sollten diese bevor sie an die Kasse gehen, nochmals anschauen, damit die Bezahlung reibungslos und schnell verlÀuft. In keinem Fall ist die PIN bei der Giro- oder Kreditkarte aufzubewahren.

Bargeld hat in Deutschland immer noch einen sehr hohen Stellenwert

In anderen LĂ€ndern ist dies ganz anders, beispielsweis in den USA und Australien. WĂ€hrend bei uns auch hohe Rechnungen liebend gerne mit Bargeld beglichen werden, dĂŒrfen australische Verbraucher nur noch Rechnungen bis 10.000 australische Dollar in bar bezahlen. Dieser Betrag entspricht etwa 6.300 Euro. FĂŒr die australische Regierung ist dies eine Maßnahme gegen Steuerhinterziehung und GeldwĂ€sche. Woher Bargeld kommt, kann ĂŒblicherweise nicht wirklich nachvollzogen werden; jedenfalls dann nicht, wenn der Kontoinhaber keiner BeschĂ€ftigung nachgeht. Bei Kartenzahlung, Scheckzahlung oder Überweisung ist dies anders; diese Zahlungen gehen vom Bankkonto ab, bei Kartenzahlung wird die Rechnung vom Bankkonto des Karteninhabers abgebucht.

Es gibt in der EU nur noch acht LĂ€nder, in denen man auch hohe Rechnungen mit Bargeld begleichen kann. Diese LĂ€nder sind Österreich, Slowenien, Luxemburg, Litauen, Island, Malta, Zypern, Lettland. In Deutschland gibt es zwar kein Verbot, auch fĂŒr Rechnungen ĂŒber 10.000 Euro in bar zu bezahlen; doch es gibt EinschrĂ€nkungen. HĂ€ndler, die solche Zahlungen akzeptieren mĂŒssen sich den Ausweisweis des Kunden vorlegen lassen und die Daten dokumentieren. Dazu reicht es aus, dass der HĂ€ndler den Ausweis kopiert.

Barzahlung fĂŒr den Kauf von Immobilien ist in Belgien allerdings grundsĂ€tzlich verboten

In Italien beispielsweise liegt die Obergrenze unterhalb von 3.000 Euro (2.999,99 Euro), in Spanien fĂŒr OrtsansĂ€ssige bei 2.500 Euro; fĂŒr die Personen, die nicht in Spanien leben, bei 15.000 Euro. Griechenland ist sehr streng; hier liegt die Obergrenze bei 500 Euro, wĂ€hrend in Belgien die Obergrenze um einen Cent höher ist als in Italien; sie liegt bei 3.000 Euro. Barzahlung fĂŒr den Kauf von Immobilien ist in Belgien allerdings grundsĂ€tzlich verboten.