Vorteile der Kartennutzung

Keine Frage, wir Deutsche hĂ€ngen an unserem Bargeld. Dies ist ein Grund, warum Deutschland anderen LĂ€ndern bezĂŒglich der bargeldlosen Zahlung hinterher hinkt. Sicher, immer mehr Menschen nutzen die Vorteile der Kartenzahlung, oft auch bei kleinen BetrĂ€gen.

Wer beispielsweise in den USA viel Bargeld mit sich trĂ€gt gerĂ€t in Verdacht, dass er dieses Geld aus kriminellen GeschĂ€ften erworben hat. Auch in Europa sind uns viele LĂ€nder voraus, da mĂŒssen wir gar nicht ĂŒber den Ozean schauen. Skandinavien beispielsweise ist Vorreiter in Sachen Einkaufen ohne Bargeld. Wer seinen Urlaub in DĂ€nemark verbringt, den Hot Dog bar bezahlen will, fĂ€llt sofort als Tourist auf. Die DĂ€nen bezahlen selbst den Kaffee mit Karte.

Bargeld

Es wurde eine Erhebung gemacht, die besagt, dass in Schweden nur noch 1,24 Prozent Bargeld im Umlauf ist. Mit 1,38 Prozent folgt Norwegen und in Indien sind es 1,71 Prozent Bargeld, das sich im Umlauf befindet. Obwohl in den USA Barzahlung weitgehend unĂŒblich ist, sind dort doch 8,37 Prozent Bargeld im Umlauf. Ziemlich abgeschlagen ist die Eurozone, zu der auch Deutschland gehört mit 10,34 Prozent Bargeld, das sich im Umlauf befindet. Nur noch sechs weitere LĂ€nder, wie Schweiz, Malaysia, Tschechien, Hongkong, Japan und die sĂŒdafrikanischen LĂ€nder, die den SĂŒdafrikanischen Rand als WĂ€hrung haben, liegen hinter Deutschland.

Stellen wir uns einmal vor, die Technik versagt weltweit. Dann könnten die Schweden fĂŒnf Tage mit ihrem Bargeld auskommen ebenso wie die Norweger. DĂ€nemark, Island, Großbritannien wĂŒrden es zwölf Tage schaffen, Australien 15 Tage, TĂŒrkei 18 Tage, Israel 25 Tage. Und Deutschland könnten 38 Tage mit dem in Umlauf befindlichen Bargeld ĂŒberleben.

Point of Sale

Über die AbkĂŒrzung POS haben wir schon viel gehört, doch kaum jemand weiß, was POS ist und was es bedeutet. Wir haben uns schlau gemacht und wollen Sie kurz ĂŒber POS informieren.

POS steht fĂŒr die AbkĂŒrzung „Point of Sale“. Üblicherweise ist dies die Bezeichnung fĂŒr eine Verkaufsstelle. Geht es allerdings um den Bereich Payment, steht POS fĂŒr ein Terminal, das die Verbindung zwischen GeschĂ€ft und Bank herstellt. POS gibt es ebenfalls beim Online-Payment; hier spricht man allerdings von einem EPOS, also einem virtuellen Terminal. Dies ist logisch, denn wer seinen Einkauf in einem Onlineshop tĂ€tigt, sieht das Terminal nicht.

Funktionsweise

Wie POS funktioniert zeigen wir hier. Der bargeldlose Zahlungsverkehr wird durch eine POS-Zahlung wesentlich erleichtert. Der EmpfĂ€nger der Zahlung besitzt ein POS-Terminal, wobei es keine Rolle spielt, ob das Terminal virtuell ist oder als sichtbares GerĂ€t an der Kasse eines lokalen GeschĂ€fts vorhanden ist. Derjenige, der seinen Einkauf oder eine Dienstleistung bezahlen will, verfĂŒgt ĂŒber eine Giro- oder Kreditkarte. Durch das „Einstecken“ der Karte in das Terminal authentifiziert sich der Karteninhaber, die Zahlung erfolgt dann automatisch, sofern das Konto des Karteninhabers ĂŒber eine ausreichende Deckung verfĂŒgt. Die Belastung erfolgt auf dem Girokonto, wenn mit Girokarte bezahlt wird oder auf dem Kreditkartenkonto, wenn eine Kreditkarte zum Einsatz kommt.

FĂŒr den Karteninhaber ist die Zahlung mit Giro- oder Kreditkarte gebĂŒhrenfrei. Ausnahme ist der Einsatz der Kreditkarte im Ausland; hier werden Auslandseinsatzentgelte fĂ€llig. Der HĂ€ndler muss im Gegensatz zu seinem Kunden fĂŒr jede Transaktion eine kleine GebĂŒhr bezahlen. Die MindestgebĂŒhr pro Transaktion betrĂ€gt 8 Cent; die Mineralölbranche bezahlt 0,2 Prozent des zu zahlenden Betrages, jedoch 4 Cent maximal pro Transaktion.

 

Schaufensterscheiben mit Aufklebern auf Zahlungsmethoden

Die meisten GeschĂ€fte und Tankstellen haben an ihren Schaufensterscheiben verschiedene Aufkleber, die ihre Kunden darĂŒber informieren, welche Karten akzeptiert werden. Doch nur wenigen ist dies bekannt; die meisten Menschen betreten das GeschĂ€ft und fragen an der Kasse, ob ihre persönliche Kreditkarte akzeptiert wird. Wir wollen Ihnen einige Aufkleber vorstellen.

Der Aufkleber „girocard“ sagt aus, an der Kasse kann der Kunde mit seiner Girokarte bezahlen. In der Vergangenheit hatte diese Karte die Bezeichnung ec-Karte. Ec war die AbkĂŒrzung fĂŒr electronic cash. Der Aufkleber zeigt eine Tastatur mit Zahlen, ĂŒber die ein dicker blauer Pfeil ist und darĂŒber der Begriff girocard steht.

Bei Kreditkarten sieht die Welt ein wenig bunter aus. Hier besagen die Aufkleber, welche Kreditkarten akzeptiert werden. In der Regel wird die VISA-Karte akzeptiert, in vielen GeschÀften auch American Express und MasterCard. In Deutschland und auch im Ausland werden nicht alle Kreditkarten akzeptiert, deshalb vorher die Aufkleber anschauen oder an der Kasse nachfragen. Die Aufkleber enthalten immer die Bezeichnung der akzeptierten Kreditkarte.

Geldkarte

Die Geldkarte ist eine Karte, die zuerst mit Geld bestĂŒckt werden muss, bevor sie eingesetzt werden kann. Die Akzeptanz von Geldkarten gehört im Gegensatz zu Kreditkarten zur StandardausrĂŒstung eines jeden Terminals. Auch girogo ist eine Geldkarte, die Akzeptanz findet. Beide Karten wurden von den Volks- und Raiffeisenbanken ausgegeben und haben bis Ende 2017 GĂŒltigkeit. Danach wollen sich die ausgebenden Banken vom Geldkarten-System zurĂŒckziehen.

Diese kleine Information beschreibt die Giro- und Kreditkarten, die in Deutschland hauptsÀchlich im Umlauf sind. Aktuell ist auch V Pay aktuell; eine Karte, die wie die Girocard auch, nur innerhalb Europas Akzeptanz findet.